Kindertheater

Maritimes Abenteuer mit starker Verwandlungskünstlerin

„Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“ war jetzt im Parktheater zu sehen.

„Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“ war jetzt im Parktheater zu sehen.

Foto: Emily Karacic / IKZ

Iserlohn.  Das Parktheater ist mit einem maritimen Verwandlungsabenteuer in der Kindertheaterreihe in die neue Spielzeit gestartet.

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Mit einem magischen Verwandlungsabenteuer hat das Parktheater die neue Kindertheater-Reihe eröffnet. Kinder und Erwachsene waren auf der Bühne ganz nah dran am Geschehen in der maritimen Geschichte um die dreiköpfige Fischer-Familie: „Wenn ich groß bin, werde ich Seehund“. Das Theater Kunstdünger kam mit wenig Requisiten aus. Die Schauspielerin Christiane Ahlhelm überzeugte als eine versierte Verwandlungskünstlerin, die sich hinter einer Riesenkrake immer schnell umzog und so in Windeseile in die Rolle des Seemannes, seiner Frau und ihres Sohnes schlüpfte, der seine Freizeit am liebsten am Strand oder im Wasser verbringt, während sein Vater auf See ist und die Mutter sich um Haus und Garten kümmert.

Obwohl die Mama nie ins Wasser geht, weiß sie ihrem Kind von einer sagenhaften Unterwasserwelt mit Meerjungfrauen, Todesquallen, Walen und Seehunden zu berichten, die an Land gehen, ihr Fell abstreifen und sich in Menschen verwandeln. Und dass diese Seehunde aber, wenn sie genug Menschen gewesen sind, zurück ins Meer kehren können. Da der Kleine eines Nachts beobachtet, wie sein Papa ein Seehundfell versteckt, vermutet er, dass der Vater ein verwandelter Seehund ist.

Der Filius kommt nicht auf die Idee, dass seine Mama als Seehundfrau zurück ins Meer gegangen sein kann, als sie eines Tages für immer verschwindet. Als er dann aber ihre Schürze im Versteck findet, dämmert ihm, was geschehen sein muss. Sein Papa nimmt ihn ganz lange in den Arm. Und am Ende kann sich der Kleine nicht entscheiden, ob er Seehund oder Seemann werden möchte, wenn er groß ist.

Dieses vage Ende ließ einige Kinder im Publikum etwas ratlos zurück, die wie die Hauptfigur immer wieder nach ihrer Mama riefen. Als die Lichter angingen und sie dann aber zum Schluss einen Maus-Luftballon mit nach Hause nehmen konnten, war ihre Beklommenheit verschwunden. Die meisten machten sich mit leuchtenden Augen zurück auf den Heimweg.

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