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Mehr Personal und mehr Geld für den Ganztag

Für Iserlohner Schulen müssen immer wieder Container

Foto: Tim Gelewski

Für Iserlohner Schulen müssen immer wieder Container Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Die Schülerzahlen für die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen steigen – millionenschwere Investitionen stehen an.

Für die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen muss die Stadt Iserlohn weiter investieren. Zum Schuljahr 2017/18 wächst die Zahl der Kinder im Offenen Ganztag nach aktuellem Stand um über zehn Prozent auf insgesamt rund 1700 Mädchen und Jungen. Das erfordert auch zusätzliche Stellen für Erzieher und Küchenpersonal.

Einstimmig hat der Stadtrat einen Nachtrag fürs laufende Jahr beschlossen, um rechnerisch knapp sieben Personalstellen vom kommenden Schuljahr an zu genehmigen. Davon sind 5,7 Stellen für zusätzliche Erzieher und 1,1 für Küchenpersonal vorgesehen. Die Gesamtkosten für diesen Personalzuschlag summieren sich allein im restlichen Haushaltsjahr 2017 auf rund 109 000 Euro – die aus dem bestehenden Budget finanziert werden sollen.

Über 1700 Schülerim Offenen Ganztag

Zuschüsse für den Offenen Ganztag fließen dabei vom Land, das jeweils zum Stichtag 15. Oktober abrechnet, wie Birgitt Illing erläutert. Sie ist Leiterin des Büros für Haushaltsplanung bei der Stadtverwaltung. Betreuungskosten für Schüler, die später im Schuljahr gemeldet werden, muss die Stadt komplett tragen. Ziel ist deshalb, möglichst früh im Jahr die Anmeldungen durch die Eltern vorliegen zu haben. Stichtag für die Kalkulationen war hier der 15. März. In den 14 Grundschulen mit Offenem Ganztag (OGS) haben die Eltern demnach fürs Schuljahr 2017/18 insgesamt 1713 Mädchen und Jungen angemeldet. Zum Stichtag 15. Oktober 2016 waren es 1536.

Mehr Personalstellen sind eine Sache, zum anderen wird es aber immer schwieriger, pädagogisches Fachpersonal zu gewinnen, resümierte die Verwaltung in der Beschlussvorlage für den Rat. So gilt es, die Stellen in Kürze auszuschreiben und möglichst bald zu besetzen, denn formal beginnt zum 1. August bereits das neue Schuljahr.

Im Vergleich mit anderen Städten ist dabei das Angebot für den Offenen Ganztag in Iserlohn hochwertig. Dies schlägt sich auf der Kostenseite aber auch deutlich nieder: Für 2017 sind allein 2,6 Millionen Euro Zuschussbedarf an Sach- und Personalkosten für den Offenen Ganztag im Haushaltsplan verankert.

Investitionen für Anbautenund Übergangslösungen

Über diese Summen hinaus muss die Stadt auch kräftig investieren, schildert Birgitt Illing – ob Anbauten, Container oder andere Übergangslösungen. Aktuell geht es beispielsweise um Raum-Container für die Südschule und die Grundschule in Sümmern, dazu ein Umbau von Hausmeisterwohnung und Werkstatt an der Grundschule Auf der Emst.

Beispiel Sümmern: Geplant ist ein Erweiterungsbau für rund 2,2 Millionen Euro. Für den Übergang will die Stadt alsbald einen Container mit rund 170 Quadratmetern aufstellen – plus Option, 2018 noch mal aufzustocken. Überdies muss das Gelände für die Container aufwändig präpariert werden. Alles zusammen addiert sich auf rund 330 000 Euro für zwei Jahre.

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