Schuldezernat

Mein erster Arbeitstag im Rathaus

An seinem ersten Arbeitstag als neuer Beigeordneter präsentierte sich Martin Stolte (re.) gestern im gemeinsamen Gespräch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.

Foto: Michael May

An seinem ersten Arbeitstag als neuer Beigeordneter präsentierte sich Martin Stolte (re.) gestern im gemeinsamen Gespräch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.

Iserlohn.   Der neue Schuldezernent Martin Stolte will für Iserlohn kräftig in die Pedale treten.

Nach langem Anlauf hat der neue Schuldezernent den Sprung geschafft: Martin Stolte feierte gestern Premiere im Iserlohner Rathaus, bezog sein Büro als Beigeordneter für Jugend, Soziales, Schule und Sport – und zeigte sich bestens aufgelegt: „Erst mal habe ich versucht, mein Büro zu finden“, meinte er augenzwinkernd im „Vorstellungsgespräch“ gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.

Stolte ging gleich in medias res. Sein E-Mail-Konto war bereits eingerichtet, das Passwort lag im Umschlag griffbereit, und am Morgen stand auch gleich die erste Sitzung des Verwaltungsvorstands auf dem Terminkalender. „Wir sind alle sehr, sehr froh, dass es endlich geklappt hat“, betonte Rathauschef Dr. Ahrens. Denn der Weg ins Spitzenteam der Verwaltung barg für Stolte einige Hürden – und verlangte reichlich Geduld.

Schule, Jugend, Sport und Soziales stärker vernetzen

Bereits am 11. Juli hatte die Mehrheit im Stadtrat den neuen Beigeordneten als Nachfolger von Katrin Brenner gewählt. Zum 1. Dezember 2017 sollte er dann in der Waldstadt loslegen, doch gegen Auswahlverfahren und Stellenbesetzung gab es zwei „Konkurrentenklagen“. Hintergrund waren heftige Auseinandersetzungen zwischen Bürgermeister und Katrin Brenner (wir berichteten). Damit lag die formelle Amtsübergabe an Martin Stolte vorerst auf Eis.

„Ich möchte auf einen Neustart setzen“, unterstrich Stolte bereits im September im Interview mit der Heimatzeitung – und gestern folgte genau dieser Startschuss für den 46-jährigen. Die Region ist Stolte dabei bestens vertraut, denn er wohnt mit Ehefrau und vier Kindern in Deilinghofen. Nach Stationen bei der Stadt Hemer wechselte Stolte Anfang 2012 als Fachbereichsleiter für Schulen und Jugend zum Hochsauerlandkreis nach Meschede – und ist nunmehr beruflich in die Heimat zurückgekehrt.

„Iserlohn hat eine hervorragend aufgestellte, breite Schullandschaft“, unterstreicht Stolte – von umfangreicher Ganztagsbetreuung in den Grundschulen bis zum großen Angebot an weiterführenden Schulen. Ziel des neuen Schuldezernenten: „Da möchte ich noch eine Optimierung herausholen.“

Insgesamt setzt Martin Stolte in seinem vielfältigen Ressort als „Zukunftsthema Nummer eins für mich“ auf eine stärkere Vernetzung, sowohl digital als auch inhaltlich. Denn Schule, Sport, Prävention, Jugendamt und Soziales greifen an vielen Schnittstellen ineinander, macht der neue Beigeordnete klar.

Dazu zählt für ihn zugleich eine enge Abstimmung und Vernetzung mit anderen Ressorts der Stadtverwaltung – insbesondere dem Aufgabenfeld von Jochen Köhnke, der seit 1. November das völlig neu zugeschnittene Ressort für Kultur, Migration und Teilhabe leitet.

Zunächst gilt es für den Beigeordneten indes, Mitarbeiter und Strukturen genauer kennenzulernen. Ein sportliches Ziel hat sich der drahtige Dezernent bereits vorgenommen: Wann immer möglich, die Strecke von Deilinghofen zum Iserlohner Rathaus mit dem Fahrrad zu bewältigen.

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