Glaube

Michael Stahl spürt der „Geheimsache Männerherz“ nach

Michael Stahl war am Dienstag zu Gast in der Hauskirche

Foto: Jennifer Katz

Michael Stahl war am Dienstag zu Gast in der Hauskirche

Iserlohn.   Ehemaliger Personenschützer rät dazu, Emotionen zu zeigen.

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Prominenter Besuch bei der Christlichen Hauskirche an der Alexanderstraße: Michael Stahl, ehemaliger Bodyguard von Muhammad Ali, hatte zur Präsentation seines Buches weitere bekannte Gesichter mitgebracht. Die Eltern des deutschen Nationaltorhüters Manuel Neuer, Peter und Heike, waren ebenso gekommen wie der ehemalige Fußball-Profi Michael Sternkopf.

Sie alle eint der Glaube. Und der ist Michael Stahls Thema. Er war am Dienstag nicht zum ersten Mal zu Besuch in der Hauskirche, zuletzt war vor zwei Jahren hier. Der ehemalige Türsteher und Personenschützer las aber nicht aus „Geheimsache Männerherz“, sondern erzählte darüber. Sein Eindruck sei: Männer öffnen ihre Herzen nicht, erzählen nichts über Emotionen, und sie weinen nicht. Dieses Bild werde von Generation zu Generation weitergeben, auch in seiner Familie.

Eine ganz andere Bedeutung hat sein Herz für Michael Stahl, nachdem er vor einem halben Jahr einen Infarkt erlitten hatte – kurz vor dem Start der Arbeit an seinem Buch. „Ich hatte gebetet: Gott, bring mein Herz in Ordnung! Das muss er falsch verstanden haben.“ Während er bei einem Frauenfrühstück vom Sterben referierte, habe ihn der Infarkt erwischt. „Fünf Minuten von einer Klinik entfernt – wäre ich zu Hause gewesen, hätte ich mich ins Bett gelegt, da wäre die Sache ganz anders ausgegangen.“ Während des Infarktes habe ihm „alles leid getan, was ich je getan habe“. Er habe einerseits Todesangst verspürt, auf der anderen Seite habe er genau gewusst, wohin er kommt. Er selbst habe sich 37 Jahre lang verstellt, nun appelliert Michael Stahl: „Lobeshymnen oder Dankbarkeit sollten nicht erst auf der Schleife am Kranz ausgesprochen werden. Habt Mut, Euer Herz zu öffnen.“

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