Kultur

Mit „Momo“ gegen die Zeit-Agenten

Nicht nur Momo (Nele Abraham Zadeh, Mitte), sondern auch die Puppe „Bibigirl“ (Johanna Pott) hat das Publikum begeistert.

Foto: Emily Karacic

Nicht nur Momo (Nele Abraham Zadeh, Mitte), sondern auch die Puppe „Bibigirl“ (Johanna Pott) hat das Publikum begeistert. Foto: Emily Karacic

Iserlohn.   Das Schauspielensemble Iserlohn und die Ballettschule am Sauerlandpark haben eine gelungene Premiere im Parktheater gefeiert.

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Vor nahezu ausverkauftem Haus haben die Mitglieder des Schauspielensembles Iserlohn am Sonntag ihre Premiere mit dem Stück „Momo“ gefeiert. Wie die Entscheidung für den Klassiker nach dem Buch von Michael Ende fiel, erklärt Regisseur Matthias Hay: „Wir fanden, dass es mal an der Zeit war. Sonst haben wir eher kindgerechte, sehr fantasievolle Stücke ausgewählt.“ Und die Liste der Produktionen für die jüngsten Zuschauer ist lang, schließlich bietet das Schauspielensemble für sie seit 21 Jahren Aufführungen an.

Tolles Ergebnis trotz seltenerGemeinschaftsproben

Seit einem guten Jahr haben Schauspieler, Souffleusen, Techniker, Requisiteure und die anderen Verantwortlichen geprobt. Zunächst einmal wöchentlich, während der vergangenen sechs Monate zwei Mal pro Woche und kurz vor der Premiere natürlich noch öfter. Obwohl es wenig Zeit für gemeinsame Proben mit der Ballettschule am Sauerland gegeben hat, ist Hay von der Zusammenarbeit begeistert. „Die Inhaberinnen haben schon als Mädchen bei uns im Märchen mitgetanzt, da lag es nach der Eröffnung der Ballettschule nahe, weiter zusammenzuarbeiten. Wir liegen voll auf einer Wellenlänge. Bei der ersten Probe war ich richtig angerührt: Es ist genau das herausgekommen, was ich mir vorgestellt hatte.“ Und noch ein dickes Lob kann der Regisseur aussprechen: „Das Parktheater-Team ist richtig toll, über die Jahre sind Freundschaften entstanden.“ Die Mitarbeiter hätten einmal mehr das Unmögliche möglich gemacht und sogar einen der insgesamt fast 50 Aktiven von der Bühne des Großen Hauses verschwinden lassen.

Nach dem Kinderfestkamen die grauen Herren

Was aus einer solchen Mehrfach-Kooperation herauskommen kann, war dann am Sonntagnachmittag zu sehen, nachdem die jüngsten Parktheater-Abonnenten ein ausgelassenes Kinderfest im Innenhof gefeiert haben. Schauspielensemble und Ballettschule haben nicht nur die kleinen, sondern vor allem auch die großen Zuschauer mit ihrer „Momo“-Inszenierung „umgehauen“. Ob Bühnenbild oder Kostüme, ob Musik von Ingmar Tremp oder Einspielungen von Stefan Feike: es war eine runde Sache. Nicht zu vergessen natürlich die schauspielerische Leistung aller Mitwirkenden, hervorzuheben ist hier Nele Abraham Zadeh in der Hauptrolle. Das Publikum wurde zwischenzeitlich ebenso zum Lachen gebracht wie in Angst versetzt. Für die ganz Kleinen war die Handlung rund um das kleine Mädchen, das sich mit grauen Herren von der „Zeit-Sparkasse“ anlegt, vielleicht ein wenig zu kompliziert, aber selbst sie sind fast zwei Stunden mucksmäuschenstill und gebannt auf ihren Plätzen sitzen geblieben.

Am heutigen Montag gibt es zwei weitere Vorstellungen, ausschließlich für Schulen. Zu den „Stammgästen“ gehört die Bömberg-Grundschule, die immer geschlossen zum Parktheater läuft.

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