Organspende

Mit neuer Spenderlunge auf der Suche nach Gleichgesinnten

Monique Rohe ist eine vom BDO zertifizierte Patin für Organspende und organisiert das Treffen in der Christuskirche.

Monique Rohe ist eine vom BDO zertifizierte Patin für Organspende und organisiert das Treffen in der Christuskirche.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Iserlohn/Hemer.  Die 27-Jährige Monique Rohe organisiert ein Treffen für Transplantierte, Menschen auf der Warteliste und deren Angehörige.

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Vor mehr als einem Jahr wurde der nun in Hemer lebenden Monique Rohe eine neue Lunge transplantiert (wir berichteten). Jetzt will sie anderen Menschen helfen, die in einer ähnlichen Situation sind, und organisiert deswegen ein Treffen am Mittwoch, 6. November, um 18.30 Uhr. Obwohl das Treffen in der Christuskirche in Letmathe stattfindet, richtet sich die Veranstaltung an alle Menschen aus Iserlohn, Hemer und allgemein aus dem Sauerland, die mit einem transplantierten Organ leben, die auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen oder in einer ähnlichen Situation sind. Auch Angehörige sind herzlich willkommen.

Die zentrale Botschaft, die Monique Rohe auf dem Treffen verbreiten möchte, ist folgende: „Ihr seid nicht alleine. Es gibt Leute, an die ihr euch wenden könnt.“ Das ist eine Herzensangelegenheit für die 27-Jährige. Noch im Mai des vergangenen Jahres war sie in einer kritischen Situation. Aufgrund den Folgen einer Generkrankung, einer nodulären Heterotopie, benötigte sie dringend eine Lunge. Nahezu im letzte Moment erhielt sie das Spenderorgan, einen Monat später wäre sie gestorben.

Selbsthilfegruppe mit Aktionen zum Thema Organspende

Besonders vor der lebensrettenden Spende hat sie viel Mut benötigt. „Wenn man nicht direkt betroffen ist, kann man sich zwar vorstellen, wie das ist, aber man weiß es eben nicht genau“, erklärt Monique Rohe. Aus diesem Grund will sie sich auch mit anderen Betroffenen austauschen. Vor kurzem hat die Hemeranerin auch eine Schulung zur Patin für Organspende vom Netzwerk Organspende und dem Bundesverband der Organtransplantierten (BDO) absolviert. Aber auch aus der Sicht einer Angehörigen gibt es beim Treffen die Perspektive ihrer Mutter Barbara Rohe. „Über das Internet habe ich vor acht Jahren jemanden getroffen, der mir wirklich sehr gut geholfen hat“, sagt sie. Ohne diese Hilfe wäre sie sicherlich mit der Situation überfordert gewesen, sagt sie im Nachhinein.

Sowohl Mutter als auch Tochter wollen beim Treffen auch Kontakte knüpfen, um eine Gruppe zum Thema Organspende ins Leben zu rufen. Diese soll gleichzeitig eine Art Selbsthilfegruppe sein, soll sich aber auch mit Aktionen für das Thema Organspende einsetzen.

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