Seilersee-Areal

Mobiler Arbeitsplatz fürs Geländer

Damit künftig auch Radfahrer die Fußgängerbrücken rund um den Seilersee nutzen können, werden die Geländer erhöht.

Damit künftig auch Radfahrer die Fußgängerbrücken rund um den Seilersee nutzen können, werden die Geländer erhöht.

Foto: Michael May

Iserlohn.Bislang hieß es „Absteigen“ für alle Radfahrer, die sich der Fußgängerbrücke im Kreuzungsbereich Seilersee- /Mendener und Schlesischer Straße näherten. Doch dieses Fahrverbot auf der T-förmigen Fußgängerbrücke wird bald im Rahmen der umfassenden infrastrukturellen Veränderungen rund ums Areal Seilersee aufgehoben. Dann heißt es auch für Pedalisten „freie Fahrt“.

Dazu sind aber zunächst bauliche Veränderungen notwendig an der imposanten Brücke, deren lange Seite über 90, die kurze rund 50 Meter misst. Denn damit Fahrradfahrer – vielleicht mit Kleinen auf dem Kindersitz – die Konstruktion auch sicher überqueren können, müssen die Seitengeländer auf eine Höhe von 1,30 Meter gebracht werden, wie es auch der Gesetzgeber vorsieht.

Meter für Meter arbeitet sich die rollende Umhausung vor

Am Montagvormittag nun haben die Arbeiten begonnen. Hendrik Smit und sein Team von der Firma Rohr- und Metallbau Busch aus Nordhorn nahe der holländischen Grenze haben ihre Zelte direkt neben dem Brückenpfeiler an der Seilerseestraße aufgebaut und ihre Gerätschaften wie Schweißgeräte, Flex und Co. in Stellung gebracht. Bevor es aber an die eigentliche Arbeit gehen kann, musste eine Art Käfig aus Stahl passgenau zusammengeschraubt und -geschweißt werden. Diese mit Planen abgedichtete, rollende Umhausung wird nun in den kommenden Wochen Meter für Meter als mobiler Arbeitsplatz über die Brücke wandern und dafür sorgen, dass der Funkenflug beim Schweißen und Trennen des Metalls nicht auf der viel befahrene Straße oder vorbei fahrenden Fahrzeugen landet. Generell heißt es für die kommenden Wochen „ so wenig Funken wie möglich“, sagt Hendrik Smit. „Wir werden zunächst die alten Geländer absägen und die „Stümpfe’ dann mit der Flex für das Anschweißen der neuen Geländerteile vorbereiten“, sagt der Metallbauer. Dann werden die schon bereit stehenden, 1,30 Meter hohen, neuen Geländerteile angeschweißt, bevor im letzten Arbeitsschritt die Handläufe angebracht werden. Diese sind übrigens aus Edelstahl (V4A) gefertigt und besitzen einen Durchmesser von 42 Millimetern. Die Geländer sind aus feuerverzinktem Stahl.

Ungefähr zwei Wochen sollen die Arbeiten dauern, bevor die Brückenkonstruktion wieder freigegeben werden kann. Bis dahin müssen Fußgänger in diesem Bereich Umwege in Kauf nehmen, die entsprechenden Hinweisschilder sind installiert.

Höhere Geländer auchfür drei weitere Brücken

Laut Plan der Stadtverwaltung soll dann direkt im Anschluss der Austausch der Geländer an den Brücken in Höhe „Seilerblick“ (vom 4. bis 15. November) und „In der Huckschlade“ (vom 18. bis 29. November) erfolgen. Auch diese Brücken müssen dann zeitversetzt je nach Baufortschritt komplett gesperrt werden. Umgehungstrecken werden jeweils vor Ort auf ausgehängten Plänen dargestellt. Der Verkehr auf der Seilerseestraße und im Kreuzungsbereich Mendener Straße/Seilerseestraße/Schlesische Straße wird nicht eingeschränkt.

Und nach Abschluss dieser Arbeiten werden in den ersten beiden Dezemberwochen auch noch die Geländer an den Baarbachüberführungen im Bereich Baarstraße/Tannenweg erneuert. Die Baukosten betragen insgesamt laut Information der Verwaltung rund 335.000 Euro.

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