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Modernisierte Ausleihe und Rückgabe

Jochen Köhnke und Gudrun Völcker erläuterten den Ausleihkunden die neuen Selbstverbuchungsplätze in der nach drei Wochen wiedereröffneten Stadtbücherei am Alten Rathausplatz.

Foto: Michael May

Jochen Köhnke und Gudrun Völcker erläuterten den Ausleihkunden die neuen Selbstverbuchungsplätze in der nach drei Wochen wiedereröffneten Stadtbücherei am Alten Rathausplatz.

Iserlohn.   Die Stadtbücherei verfügt neuerdings über Selbstverbuchungsplätze und „intelligente Rückgaberegale“.

Großer Andrang herrschte am Montag nach der dreiwöchigen Schließung in der Stadtbücherei. Während der Pause wurden „Easy-Check“-Selbstverbuchungsplätze und „Intelligente Rückgaberegale“ sowie ein Kassenautomat installiert, der auch EC-Kartenzahlung akzeptiert.

„Easy Check“ ermöglicht selbsterklärend die Ausleihe in wenigen Minuten, wie an einem Bildschirm ablesbar ist. Ähnlich verhält es sich mit den elektronischen Rückgaberegalen, die durch eine separate Sammelbox für CDs und DVDs erweitert werden.

Büchereileiterin Gudrun Völcker und Kultur-Ressortleiter Jochen Köhnke erläuterten den Besuchern die einfache Handhabung der neuen Geräte: Die Nutzer lassen ihren Büchereiausweis von einem Scanner einlesen und legen die entsprechend codierten Bücher oder Zeitschriften auf die Ablage. Sofort erscheint der Titel des Mediums auf dem Bildschirm. Mittels Knopfdruck können sie sich die Ausleih-Informationen ausdrucken lassen. Außerdem wurde die vorherige Verbuchungstheke geteilt. Die eine Hälfte ist nun am Informationsplatz im Einsatz.

Automatisierung kostete keine Arbeitsplätze

„Durch die Automatisierung ist kein Arbeitsplatz weggefallen“, betont Jochen Köhnke. Wenn gewünscht, helfen die Büchereimitarbeiterinnen bei den noch ungewohnten Ausleih- und Rückgabevorgängen. „Durch die neue Technik haben wir mehr Luft, die Leserinnen und Leser besser zu beraten und andere Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen für Kinder verstärkt anzubieten“, erklärt die Büchereileiterin.

„Wir haben unsere Medien neu sortiert. Mehrere Sachgruppen wurden entsprechend veränderter Nutzerbedürfnisse und logischer Zusammenhänge umgestellt. Pädagogische Literatur finden die Leser jetzt bei der Elternbibliothek“, sagt Gudrun Völcker. Die Sprachenabteilung hat „Deutsch als Fremdsprache“ dazubekommen. Über 1000 Hörbücher wurden zudem platzsparender verpackt, und es gibt jetzt einen ansprechenden Zeitschriftenlesebereich. Schweren Herzens hat die Büchereileiterin rund 30 Prozent der Kunstbücher aussortiert: „Ich habe dazu 1300 Bücher in der Hand gehabt.“ Völcker machte ihre Entscheidung auch davon abhängig, ob diese Bücher oft ausgeliehen wurden oder auch über die Fernleihe zu beziehen sind. „Wir versuchen ständig zu schrumpfen“, schildert sie die schwierige Entscheidung, bei jährlich 10 000 neuen Medien, die selbe Anzahl auszusondern. „Im Bereich Kunst war dies besonders nötig, schildert sie die stärksten Eingriffe in den Bestand. Diese Entscheidungen treffe sie auch vor dem Hintergrund alternative Informationsquellen im Internet.

Die Stadtbücherei setzt künftig auf Bezahlung mit EC-Karte am Kassenautomaten. „Das erspart uns, dass wir wie in der Vergangenheit dreimal täglich Geld zählen müssen“, sagt Gudrun Völcker.

Die technischen Neuerungen kosteten 163 000 Euro. Davon übernahm das Land 70 Prozent der Kosten.

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