Chöre

Musikalische Grenzgänger

Beim Jahreskonzert in der Erlöserkirche konnte der Chor „Outta Limits“ erneut begeistern.

Foto: Michael May

Beim Jahreskonzert in der Erlöserkirche konnte der Chor „Outta Limits“ erneut begeistern. Foto: Michael May

Iserlohn.   Vor 500 Zuhörern in der Erlöserkirche haben die „Outta Limits“ ihr Jahreskonzert gegeben.

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„Viel Lärm um Nichts“ – so lautete in Anlehnung an Shakespeares berühmtes Bühnenstück das Motto des Jahreskonzerts des Iserlohner Chores „Outta Limits“. Und wie immer war es dem Chor gelungen, die Erlöserkirche mit ihren mehr als 500 Plätzen zu füllen.

Und wiederum standen helle Begeisterung, lautes Stampfen und Klatschen am Ende eines Konzertes, in dem der Chor einmal mehr seine Ausnahmestellung innerhalb der Iserlohner Chorszene unter Beweis stellte: Gospels, Popsongs, aber auch alte Filmmusik und ein afrikanisches „Vater Unser“ wechselten sich getreu dem Prinzip „Wir haben keinen roten Faden, wir singen, was uns Spaß macht“ munter ab. Insbesondere bei den A-capella-Stücken bewies der Chor seine Präzision, seine Intonationssicherheit und klangliche Homogenität – sicherlich ein Verdienst der Chorleiter Herbert Frank und Jens Keienburg, die mit präzisem und eindeutigem Dirigat ihre Sänger durch die oft vertrackten und anspruchsvollen Rhythmen und Einsätze führten.

Chorsätze von Uli Führeals Leckerbissen

Als besondere musikalische Delikatesse erwiesen sich die Chorsätze des Komponisten und Chorleiters Uli Führe, mit dem die „Outta Limits“ seit Jahren intensiv und erfolgreich zusammenarbeiten. Herbert Frank brillierte zusätzlich als Pianist des Chores und setzte im Zusammenspiel mit Siegfried Kaemper mit dem vierhändigen „Canon“ von Pachelbel, der eine interessante, überraschende Wendung in den Bereich der Popmusik nahm, ein echtes Highlight.

Über welch’ beeindruckendes „Stimmmaterial“ der Chor verfügt, bewiesen Petra Sickinger-Losch, Corinna König, Iris Landau und Annette Krone mit ihren Solodarbietungen, die für die wie immer gewohnte Abwechslung innerhalb des Programms sorgten. Insbesondere Sabine Werner konnte sich mit ihrer Interpretation von Christina Aguileras „Hurt“ über Sonderapplaus freuen. Bleibt zu erwähnen, dass auch die instrumentale Begleitung nahezu ausschließlich aus dem Chor heraus realisiert wurde.

Man kann nur hoffen, dass „Outta Limits“ noch viele Jahre mit seiner Begeisterung für Chormusik aller Art und seiner unprätentiösen Freude an musikalischer Grenzüberschreitung die Menschen begeistert.

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