Straßenbau

Nach 29 Monaten ist alles fertig

Baudezernent Mike-Sebastian Janke (li.) präsentiert zusammen mit Nicole Neuhoff, Rüdiger Klincke, Pressesprecherin Christine Schulte-Hofmann, Stefan Thiemann und Stefan Dörpinghaus (v.l.) den fertigen Hohler Weg.

Foto: Ralf Tiemann

Baudezernent Mike-Sebastian Janke (li.) präsentiert zusammen mit Nicole Neuhoff, Rüdiger Klincke, Pressesprecherin Christine Schulte-Hofmann, Stefan Thiemann und Stefan Dörpinghaus (v.l.) den fertigen Hohler Weg. Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Mit der Großbaustelle in der Südstadt hat es bald ein Ende: Ab Dienstag soll der Verkehr wieder fließen.

Es ist vollbracht – zumindest fast. Am kommenden Dienstag wird die Vollsperrung am Hohler Weg aufgehoben. Ab dann soll der Verkehr in der südlichen Innenstadt wieder ungehindert fließen – auch wenn bis Ende August noch kleinere Restarbeiten erledigt werden müssen. Nach 29 Monaten akuter Bauphase endet damit die grundlegende Umgestaltung der Hauptverkehrsader von der Oberen Mühle und Altstadt über die Schlacht bis zum Hohler Weg hinauf zur Langen Hecke.

Die Freude über die gute Nachricht war Baudezernent Mike-Sebastian Janke und seinen Mitarbeitern Stefan Dörpinghaus, Rüdiger Klincke, Nicole Neuhoff und Stefan Thiemann beim gestrigen Pressetermin durchaus anzumerken. „Das war schon eine anstrengende Zeit“, blickt Janke auf die lange Bauphase zurück, die am 18. Februar 2015 startete. Rund 1,5 Kilometer Kanal wurden dabei inklusive 54 Kontrollschächten und einem unterirdischen Regenüberlauf im Ein-Familien-Haus-Format verbaut. Und rund 1,1 Kilometer Straßenraum wurden umgestaltet, mit inbegriffen zwei Kreisverkehre an der Schlacht, eine neue Ampelanlage am verbreiterten Hohler Weg und fünf Bushaltestellen.

Baudezernent Janke lobtToleranz der Anwohner

„Wir haben hier mit Sicherheit einen neuen Verkehrsraum von hoher Qualität geschaffen“, sagte Janke und dankte auch dem ausführenden Unternehmen „Sommer & Sauer“. Das Frühjahr 2017 hatten die Verantwortlichen anfänglich als Schlusspunkt anvisiert. Dass es nun „nur“ wenige Monate Verzögerung gab, wertet der Baudezernent ebenfalls als Erfolg. Zumal die Arbeiten immer wieder durch unverhoffte Funde bei den unterirdischen Kanalarbeiten zurückgeworfen wurden. So entdeckten die Bauarbeiter gleich zu Beginn der Maßnahmen an der Oberen Mühle ein nicht eingezeichnetes Kabelbündel der Telekom, was eine komplette Umplanung und eine Verzögerung von rund sechs Wochen bedeutete. Auf den letzten Metern am Hohler Weg lag dann eine Gasleitung der Stadtwerke deutlich zu hoch, was ebenfalls eine wochenlange Verzögerung nach sich zog.

Jankes Dank galt auch allen Anwohnern, von deren Seite es zwar hier und da auch mal Kritik gegeben habe, die sich aber für eine so langwierige Baustelle mitten in der Innenstadt ausgesprochen tolerant verhalten hätten.

Die jetzt noch gesperrten Bereiche – am oberen Hohler Weg wird derzeit noch asphaltiert – werden nun am späten Dienstagnachmittag, 18. Juli, freigegeben. Der MVG-Linienverkehr fließt bereits am Montag wieder vom Konrad-Adenauer-Ring über den Hohler Weg. Danach stehen nur noch kleinere Restarbeiten an: Die Bordsteine müssen noch verfugt, Schilder und Markierungen angebracht und die Ampelanlage in Betrieb genommen werden. Kleinere Beeinträchtigungen können dadurch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, der Verkehr soll aber immer fließen. Ganz am Ende folgt dann auch die Abschlussrechnung. Derzeit geht die Stadt von Baukosten in Höhe von 6,1 Millionen Euro aus. Eine exakte Förderquote ist derzeit wegen der Vielzahl der Fördertöpfe auch noch nicht bekannt. Mehr als die Hälfte der Kosten sollen aber übernommen werden.

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