Historienroman

Nach Krimis folgt ein Historienroman

Romanautor Phillip Kordes (Dietmar Kleinsorge) mit seinem neuem Buch

Foto: Cornelia Merkel

Romanautor Phillip Kordes (Dietmar Kleinsorge) mit seinem neuem Buch Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   Phillip Kordes alias Dietmar Kleinsorge bezeichnet sich als „schreibverrückt“. Mit der Familiensaga „Dunkler Rauch am Horizont“ betritt der Autor Neuland.

„Ich bin schreibverrückt seit ewigen Zeiten“, verrät Romanautor Phillip Kordes alias Dietmar Kleinsorge beim Besuch in der Redaktion. Der 68-jährige Iserlohner stellt sein gerade erschienenes Buch vor, den historischen Roman „Dunkler Rauch am Horizont“. Daran arbeitet er seit 30 Jahren, wie er berichtet. Die Hauptfiguren haben tatsächlich gelebt. Die Geschichte wurde ihm von seinem Vater überliefert. Ein reicher Großgrundbesitzer, den er selbst kennen gelernt hatte, habe ihn zu dieser Geschichte weiter inspiriert. Sein aus verschiedensten Quellen recherchiertes Material dazu füllt wahre Papierberge, wie er demonstriert. „Ich habe auch einige Zeitzeugen interviewen können. Die sind inzwischen verstorben“, erzählt der Autor von seinen umfangreichen Recherchen.

Bei seinem belletristischen Roman handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie, die er in der Zeit von 1864 bis 1876 im Hochsauerandkreis ansiedelt und die das Leben der armen und der reichen Bauern schildert. Im Mittelpunkt seiner Geschichte steht Benedikt Hal­bach, den sein Vater in die Pflichten eines Großgrundbesitzers einweist – der Junge aber hat ganz andere Vorstellungen von seinem zukünftigen Leben. Der erste Band endet mit der Hochzeit des Sohnes reicher Eltern.

Konflikt zwischen Arm und Reich steht im Zentrum

Schauplätze des Konfliktes zwischen Arm und Reich sind Winterberg und Züschen, dazu kommen das Münsterland und das Ruhrgebiet. Das Buch ist im Selbstverlag erschienen und über den Buchhandel zu erwerben.

„Ich habe seit 2003 inzwischen über 400 Kurzkrimis, 60 Kurzgeschichten, zehn wahre Geschichten in Zeitschriften und zwei Fortsetzungsromane veröffentlicht“, zeigt er sich stolz auf sein breites schriftstellerisches Schaffen.

„Von 1979 bis 2001 war ich Lehrer an der Realschule Iserlohn und unterrichtete die Fächer Deutsch, Sport und Gesellschaftslehre“, erklärt der gebürtige Sauerländer aus dem kleinen Ort Züschen bei Winterberg. „Seit meiner Pensionierung habe ich Zeit für mein großes Hobby: das Krimischreiben.“ Kostproben erhielten Krimifans beim „Trio Criminale“ mit den Kollegen Claus Karst und Wolfram Cosmus in der Stadtbücherei.

Der historische Roman begleite ihn seit nunmehr drei Jahrzehnten. „Das war mir immer eine Herzensanliegen.“ Dafür hat er bereits zwei weitere Bücher in Planung. Im zweiten Teil, der im Frühjahr 2018 erscheinen soll, gehe es unter anderem um Amerika-Träume seines Protagonisten. Auch werde darin ein Mord passieren. Im dritten Band, der für 2019 geplant ist, verlässt die Hauptfigur Frau und Kind, um als Mitarbeiter der Firma Krupp nach Südafrika zu gehen, um dort Eisenbahnen zu bauen. Dort freundet sich der verhinderte Landwirt Benedikt Halbach mit einem Burenführer an. „Ich war dazu sogar auf Spurensuche in Südafrika“, erzählt der Autor. „Ich schreibe täglich zwei Stunden“, verrät der Pensionär.

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