Nach zehn Jahren zum letzten Mal Bochyneks Neujahrsgedanken

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Iserlohn. Zum zehnten und letzten Mal fand jetzt der alternative Jahresrücklick, zusammnengestellt von Peter Bochynek, statt.

Eine Überraschung hatte Peter Bochynek im Vorfeld seiner literarisch-musikalischen Neujahrsanprachen versprochen. Dass diese Neuigkeit allerdings mit Wehmut verbunden ist, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Denn die zehnte Auflage der überaus beliebten Reihe, die von Beginn an eine Heimstatt in der Sparkasse am Schillerplatz gefunden hatte, soll die letzte gewesen sein. Und das ist sehr schade, wie viele der rund 200 Besucher des kurzweiligen und kulturell vielseitigen Abends meinten.

Die jungen Trommler der Letmather „Musikfabrik” unter der Leitung von Tim Schwarzpaul gaben den donnernden Auftakt für die über zweistündige Show und erhielten für ihre Vorträge großen Applaus. Für Initiator Peter Bochynek ist diese Gruppe ein gutes Beispiel dafür, wie junge Menschen ihre Emotionen in eine positive Richtung lenken können. „Wenn jedes Kind ein Instrument erlernen würde, wäre unsere Welt friedvoller”, sagte Bochynek mit Recht. Er selbst nahm spitzzüngig die Kunst am Bahnhof und fehlendes Grün in der Stadt aufs Korn, gab mit der „Triangel”, umgereimten Busch- und Kreisler-Zitaten seine Sicht der Welt zum Besten und bewies sich spielerisch als Pantomime.

Seinen Wunsch für eine Internationalität der Neujahrsveranstaltung erfüllte sich Bochynek als Vorsitzender der Iserlohner Kinderlobby mit der Einladung einer musikalischen Großfamilie: Die Gruppe „Slosni Braica” entführte das Publikum in die Welt mazedonischer Klänge, bevor die kabarettistischen Gedanken der „Hauhechel”-Damen für hintersinnigen und fein akzentuierten Humor sorgten.

Und damit nicht genug. Der Blues-Entertainer Chris Kramer zeigte seinen verblüfften Zuhörern, was musikalisch alles möglich ist mit einer Mundharmonika, sie und sich selbst großartig in Szene setzte und dem Instrument Töne entlockte, die Bilder im Kopf erzeugen. Hut ab! Eine jazzige Atmosphäre versprühte das Konzert beim Auftritt der jungen Sängerin Sylvia Langenberg. Unter anderem interpretierte sie - begleitet von Wolfgang Fehling (Schlagzeug) und Martin Brödemann (Piano) - unter anderem den Gershwin-Klassiker „I Got Rhythm” und brachte den Swing in die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Schalterhalle der Sparkasse. Und schließlich eroberte die Tripp die Bühne. Beim ersten musikalisch-literarischen Neujahrsgedanken war Nina schon dabei, und auch bei der Abschlussveranstaltung setzte sie einen krönenden Abschlusspunkt mit Ausschnitten aus ihrem Knef-Programm und „Selbstgemachtem”, sprich Kompositionen ihres glänzenden Begleiters Martin Brödemann. Sparkassen-Direktor Dr. Christoph Krämer war nicht weniger begeistert als das Publikum, das sich mit herzlichem Beifall für das facettenreiche Programm bedankte.

Der Erlös der Veranstaltung, von der Sparkasse freundlicherweise aufgerundet auf 1000 Euro, kommt einem Zwecke zugute, der direkt mit dem Vater des alternativen Neujahrsempfangs in Verbindung steht. Denn die Iserlohner Kinderlobby darf sich über diese finanzielle Zuwendung freuen.

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