Mode

Neue Marke „made in Iserlohn“

Der Iserlohner Textil-Kaufmann Mario Siebert präsentierte gemeinsam mit Logistik-Leiter Thomas Brinke (l.), Ehefrau Susanne (2. v. l.) und einem Model im Beisein von Bürgermeister Dr. Ahrens sein neues Label.

Foto: IKZ

Der Iserlohner Textil-Kaufmann Mario Siebert präsentierte gemeinsam mit Logistik-Leiter Thomas Brinke (l.), Ehefrau Susanne (2. v. l.) und einem Model im Beisein von Bürgermeister Dr. Ahrens sein neues Label. Foto: IKZ

Iserlohn.  Der Iserlohner Mario Siebert ist seit gut drei Jahrzehnten im Textil-Geschäft zu Hause, vertrat große Marken und führt ein Modehaus in der Waldstadt. Nun hat er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt und sein eigenes Label „Universal Denim 1969“ gegründet.

Iserlohner Pilsener aus dem Grüner Tal, Iserlohner Haken für die Welt, die Roosters vom Seilersee, pharmazeutische Produkte vom Kuhlo - die Palette der Markenzeichen „made in Iserlohn“ ist vielseitig und soll nun um ein weiteres ergänzt werden. Der heimische Textil-Kaufmann Mario Siebert hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt und ein eigenes Jeans-Label gegründet - natürlich mit Firmensitz in der Waldstadt.

Mario Siebert kann sich noch genau an seine erste Jeans erinnern, und dass seine Tante Emmi sie damals für ihn „aufgemotzt“ hat. „Es war seinerzeit modern, den Schlag zu vergrößern, indem bunte Stoffreste nachträglich eingearbeitet wurden“, so der Iserlohner, der auch bei der Namensfindung seines Labels „Universal Denim 1969“ eine Brücke in die Vergangenheit schlägt. „Genau wie der erste Mensch auf dem Mond, wie die Blumenkinder von Woodstock, so wollen wir uns auch innovativ und provokant aufstellen“, erklärte der Iserlohner seine Philosophie bei der Präsentation von „Universal Denim 1969“ in den Firmenräumen an der Erich-Nörrenberg-Straße, zu der Siebert auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens begrüßen konnte. „Authentische Waschungen, hervorragende Passform, eine aufwändige Ausstattung bei für Einzelhandel und Endkunden attraktiver Preislage - das sind die Markenzeichen des neuen blauen Sterns am Horizont“, sagt Geschäftsführer Siebert, der im Unternehmen von seinem Geschäftspartner Rüdiger von Hagen unterstützt wird, der sich um die Produktentwicklung kümmert. „Wir sind nun seit April aktiv und mit dem Start zufrieden.“ Für die erste Verkaufssaison Herbst/Winter 2013/14 konnten bislang rund 70 Einzelhändler von der neuen Marke überzeugt werden. „Wir wollen in den nächsten Jahren das Zehnfache erreichen und dabei in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsent sein“, beschreibt Siebert das Ziel seines jungen Unternehmens.

In sechs verschiedenen Schnitten - „Star“, „Sun“, „Gala“, „Nash“, „Moon“ und „Galaxy“ - werden die Universal-Jeans bislang nur für Damen produziert. Und zwar bewusst nicht in asiatischen Fabriken.

Produktion auch in Nowo?

„Die hochwertigen Stoffe stammen aus Spanien und Italien, die Produktion läuft in Osteuropa“, erklärte Siebert, der im Gespräch mit Bürgermeister Ahrens mit offenen Ohren auf dessen Vorschlag reagierte, Kontakte zu Iserlohns russischer Partnerstadt Nowotscherkassk aufzunehmen. Denn dort sei auch Textil-Industrie angesiedelt, und vielleicht habe man ja Interesse, in die Produktion einzusteigen, so Ahrens, der sich auch vom nachhaltigen Produktionsablauf begeistert zeigte. Denn Firmenchef Sie­bert legt nicht nur großen Wert auf die sozialverträgliche Herstellung seiner vier Mal im Jahr erscheinenden Kollektionen, sondern auch auf Umweltschutz bei der Produktion. So werden die Jeans nach „Öko-Tex“-Standard gewaschen. Siebert: „Wir nutzen das umweltfreundlichste Waschverfahren überhaupt, bei dem das verbrauchte Wasser zu 90 Prozent recycelt wird und wir nur mit zu 100 Prozent biologisch abbaubaren Chemikalien arbeiten.“

Groß sind der geschäftliche Enthusiasmus und die designerische Kreativität, die das Team um Mario Siebert an den Tag legen, sind doch die Ziele des Unternehmens hoch gesteckt: „Wir wollen ,Universal Denim 1969’ als internationale Marke etablieren“, macht Siebert deutlich, dass er gedenkt, auch ein Teil der großen „Iserlohner Markenfamilie“ mit klingenden Namen werden zu wollen.

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