Gesamtschule Iserlohn

Neue Partnerschulen in Belgien und Portugal

Barbara Brühl (v. li.), Zafer Erdogan, Jose Carlos Pinheiro Sousa (Portugal), Linde Averhals (Belgien), Lütfi Salman und seine Kollegen Wilfried Pieper, Ulrike Wassmann und Eurydike Schachtsiek sprachen auch beim Arbeitsabendessen in Letmathe über die anstehenden Projekte.

Barbara Brühl (v. li.), Zafer Erdogan, Jose Carlos Pinheiro Sousa (Portugal), Linde Averhals (Belgien), Lütfi Salman und seine Kollegen Wilfried Pieper, Ulrike Wassmann und Eurydike Schachtsiek sprachen auch beim Arbeitsabendessen in Letmathe über die anstehenden Projekte.

Foto: Privat

Iserlohn.   Die Gesamtschule Iserlohn erweitert ihre erfolgreiche internationale Kooperationen zudem in Kürze noch bis nach Indien.

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Eine Woche nach der Ratsentscheidung, den Beschluss über die versprochene Zusammenlegung der beiden Standorte der Gesamtschule Iserlohn aufzuheben, ist die Stimmung am Nußberg und in Gerlingsen zwar immer noch gedrückt. „Wir blicken aber jetzt trotz der sehr großen Enttäuschung nach vorn“, sage Schulleiterin Barbara Brühl und fügt hinzu: „Wir haben auch gar keine Zeit, uns mit schlechten Gedanken zu beschäftigen.“

Ein gewichtiger Grund dafür sind die „Erasmus+“-Projekte. Der internationale Austausch, den die Gesamtschule seit 2014 mit der Istanbuler „AKA“-Schule pflegt, soll ab 2020 auf zwei weitere Länder, Belgien und Portugal, ausgedehnt werden. „Und wir sind über die Vermittlung des Goethe-Instituts auch noch in Kontakt mit einer Schule im indischen Sirsa, nordwestlich von Neu-Delhi“, erklärt der „Erasmus+“-Koordinator Lütfi Salman.

Zweijähriges Projekt dreht sich um Capoeira

Mit den künftigen Partnern vom „Campus Russelberg“, einer öffentlichen Schule aus Tessenderlo in der belgischen Provinz Limburg, und von der „Escola Secundaria de Paredes“, einer ebenfalls öffentlichen Schule in der Umgebung von Porto, sowie Zafer Erdogan, dem Generaldirektor der privaten „AKA Schools“, fanden in der vergangenen Woche in Iserlohn erste Gespräche über das zweijährige Projekt statt, das sich um Capoeira drehen wird. Die aus Brasilien stammende Kampfkunst bzw. der Kampftanz habe, so Salman, durch die weite Verbreitung inzwischen „einen eigenen europäischen Charakter“ gefunden und sei bei uns „ein Symbol des friedlichen und sozialen Miteinanders“. Und so wie die Teilnehmer beim Training wie von selbst portugiesische Lieder und Begriffe lernen, soll es bei dem Projekt der vier Schulen und den vier geplanten Treffen in den jeweiligen Ländern einen „umfassenden Ansatz für das Lehren und Lernen von Sprachen“ geben und „Körper, Geist und viele motorische Grundfertigkeiten“ gleichsam gefördert werden.

Zuvor steht für die Gesamtschule und ihre Istanbuler Partnerschule im März und Oktober 2019 aber erst einmal der vierte projektorientierte Schüleraustausch an. Der trägt, von der EU im Rahmen von „Erasmus+“ gefördert, diesmal den Titel „Jazz meets Anatolia – Magie und Fusion von Klängen bei der Begegnung von Orient und Okzident“ und wird in Kooperation mit dem deutschen Generalkonsulat in Istanbul sowie dem türkischen Generalkonsulat in Essen organisiert. Von letzterem kam dann auch eigens der Bildungsattaché Fikret Arargüc in die Gesamtschule, um die entsprechende Vereinbarung in Urkundenform an Barbara Brühl zu übergeben.

Lehrer informieren sich über Jugendauslandsberatung

Die Leiterin freut sich, dass an ihrer Schule neben diesen in Gruppen bzw. Klassen durchgeführten Austauschprojekten zudem seit vier Jahren Schülern mit der Jugendauslandsberatung (JAB) zu individuellen Aufenthalten auf der ganzen Welt verholfen wird, und zwar von Mitschülern. Die beraten über Angebote gemeinnütziger oder staatlicher Einrichtungen, um so allen interessierten Schülern unabhängig von den finanziellen Mitteln so etwas zu ermöglichen. Über das erfolgreiche Konzept und die Materialien für die Praxis informierten sich dann auch am Dienstag 30 Lehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen bei einer Schulungsveranstaltung am Nußberg.

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