Kinderweihnachtsdorf

Neuer Ort, großes Zelt und „Weihnachtsoase“

Die Organisatoren, Sponsoren und Förderer des Kinderweihnachtsdorfes stellten gestern im Rathaus die neuen Rahmenbedingungen und das Programm vor.

Die Organisatoren, Sponsoren und Förderer des Kinderweihnachtsdorfes stellten gestern im Rathaus die neuen Rahmenbedingungen und das Programm vor.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Das 13. Kinderweihnachtsdorf öffnet vom 12. bis 16. Dezember in einem 600 Quadratmeter großen Zelt auf dem Fritz-Kühn-Platz seine Pforten.

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Erstmals in seiner 14-jährigen Geschichte öffnet das Kinderweihnachtsdorf nicht auf dem Marktplatz, sondern auf dem Fritz-Kühn-Platz seine Pforten, und zwar vom 12. bis 16. Dezember.

Der durch die dauerhafte Verlegung des Wochenmarktes nötige Umzug bietet indes die Möglichkeit, das 600 Quadratmeter große Zelt zu nutzen, das für die Einweihung der Orgel der Bauernkirche am Wochenende davor dort aufgebaut wird. Zusammen mit einem 70 Quadratmeter großen Zelt, in dem die Holzwerkstatt mit ihren durchaus etwas lauteren Maschinen untergebracht wird, gibt es so etwa 270 Quadratmeter mehr Fläche als bisher in den vier Zelten. „Das wird dem Kinderweihnachtsdorf ein ganz anderes Gesicht verleihen“, sagte Petra Lamberts, Leiterin des organisierenden Kinder- und Jugendbüros, gestern Vormittag bei der Pressekonferenz im Rathaus.

Erstes Kinderweihnachtsdorf ohne Bäckermeister Schreiber

Und noch etwas wird anders sein in diesem Jahr: Es wird das erste Kinderweihnachtsdorf sein ohne Karl Schreiber, den im März verstorbenen, unermüdlichen Bäckermeister, der immer noch nach seiner täglichen Zwölf-Stunden-Schicht in der eigenen Backstube bei den bisher zwölf Auflagen des Kinderweihnachtsdorfes mit insgesamt 2000 Kindern mindestens zehn Mal so viele Plätzchen gebacken hatte. „Wir vermissen Karl und wir haben lange überlegt, wie wir das, diese große Lücke, auffangen können“, sagte Petra Lamberts. Probiert werden soll es mit einer „Weihnachtsoase“, in der das bisherige Café (samt Küchenbereich und der Bühne) und eben auch die Weihnachtsbäckerei an einer Stelle im Zelt vereint werden sollen. Mitglieder des Kinder- und Jugendrates und Riana Rebohm, Praktikantin des Kinder- und Jugendbüros, werden die Betreuung der Back-Aktion übernehmen.

„Als gläubiger Mensch bin ich auch überzeugt davon, dass wir bewusst diesmal auf einem anderen Platz sind“, sagte Erich Reinke, Leiter des Evangelischen Jugendreferats und langjähriger Wegbegleiter von Karl Schreiber. Denn mit dem Bäckermeister sei eine Ära zu Ende gegangen: „Karl mit seiner Weihnachtsbäckerei war ein Inbegriff“, stellte Reinke fest. „Wenn wir Iserlohner Kinder nach dem Kinderweihnachtsdorf fragen, würden sie sich vielleicht an die Weihnachtsparade zum jährlichen Start erinnern.“ Vielleicht käme ihnen auch etwas im Dorf Selbstgebasteltes in den Sinn. „Auf jeden Fall würden sie sich aber an Karl und die Weihnachtsbäckerei erinnern“, sagte Reinke und die anwesenden Förderer und Unterstützer nickten zustimmend.

Vereint zeigten sie sich auch in der gespannten Erwartung, wie das Kinderweihnachtsdorf aussehen und wirken wird. An der auch bisher schon immer aufwendigen Dekoration durch das Kinder- und Jugendbüro soll nichts geändert werden, ebenso soll es auch trotz der größeren Fläche noch einen Außenbereich mit der Feuerstelle geben. Und auch am sehr schönen Programm der vergangenen Jahre soll nichts geändert werden. Los geht es übrigens auf der Bühne am Donnerstag, 12. Dezember, um 16 Uhr mit einem Bigband-Konzert der Musikklassen der Jahrgänge 6 und 7 der Gesamtschule Iserlohn.

Weihnachtsparade mit anderen potenziellen Herbergen?

Zuvor wird es nach der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr auch die Weihnachtsparade durch die Innenstadt wieder geben, mit der das „Checkpoint“ und die Konfirmanden der Versöhnungskirchengemeinde die biblische Herbergssuche für Kinder erlebbar machen. Mit-Organisator Timon Tesche kann sich gut vorstellen, aufgrund der geänderten Strecke diesmal andere potenzielle Herbergen aufzusuchen.

Unverändert ist auch die Motivation der Sponsoren, allen voran der Sparkasse Iserlohn und der Familie Eckenbach: „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, da weiter mitzumachen und das Ganze zu unterstützen“, sagte Christian Eckenbach, der gemeinsam mit seinem Bruder Guido das Familienunternehmen Marx leitet und deren verstorbener Vater Wolfgang einst die Idee zum Kinderweihnachtsdorf hatte. Auch für Leo Plattes, Geschäftsführer des Iserlohner Kreisanzeigers, ist die Unterstützung „eine Herzensangelegenheit“. Zudem werde die Heimatzeitung auch in diesem Jahr wieder Weihnachtstaler, die offizielle Währung im Kinderweihnachtsdorf, an das Sozialzen­trum Lichtblick übergeben, damit die Kinder die Angebote nutzen können. Und auch die „WeihnachtSelfie mit Engel, Elch & Co.“-Aktion mit der Fotobox wird es wieder geben.

Gesucht: Helfer fürs Dorf sowie Schulen und Kindergärten für die Weihnachtsparade

Gesponsert wird das „KiWeiDo“ von: Sparkasse Iserlohn, Familie Eckenbach (Fa. Marx), Fa. Medice, Stadtwerke Iserlohn, IBSV, Iserlohner Kreisanzeiger und Radio MK.

Förderer sind die Lobbe Holding und Alles Frische Nowak.

Unterstützt wird es vom Evangelischen Jugendreferat, Kinder- und Jugendrat, Continue, dem ehrenamtlicher Dienst der Stadt Iserlohn, Kinderlobby Iserlohn und vielen weiteren Vereinen und Institutionen.

Das Programm wird im Laufe der Woche an den Grundschulen und Kindergärten in Iserlohn und Hemer verteilt und ist zu finden auf www.iserlohn.de.

Freiwillige Helfer oder Praktikanten können sich gerne im Kinder- und Jugendbüro melden.

Das „Checkpoint“-Team würde sich freuen, wenn neben der OGS der Burg- und Südschule weitere Schulen und auch Kindergärten an der Weihnachtsparade teilnehmen würden.

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