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Offene Zukunft für das „Harmonie“-Gebäude am Poth

Nur noch der Namenszug zeugt von den bisherigen Aktivitäten im Gastronomie-Bereich des Gebäudes der „Gesellschaft Harmonie“. Wie es am Poth weitergeht, steht noch in den Sternen.

Nur noch der Namenszug zeugt von den bisherigen Aktivitäten im Gastronomie-Bereich des Gebäudes der „Gesellschaft Harmonie“. Wie es am Poth weitergeht, steht noch in den Sternen.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Die bisherige Mieterin ist nach fast zwei Jahren schon wieder aus der Immobilie ausgezogen, ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht

Keine zwei Jahre war der Gastronomiebereich der altehrwürdigen Immobilie der „Gesellschaft Harmonie“ am Poth mit Leben gefüllt, nun steht er wieder leer.

„Die Mieterin hat zum Jahresende alles ausgeräumt“, sagt Dr. Jochen Busse, Präsident der „Gesellschaft Harmonie“ und verweist darauf, dass der Betrieb bereits deutlich früher eingestellt worden war. „Wir haben sehr viel Pech gehabt in letzter Zeit“, erklärt Busse mit Blick auf mehrere Betreiberwechsel während der vergangenen Jahre.

Beschlagnahmtund fast abgebrannt

Doch die Geschichte des Gebäudes war von Beginn an wechselhaft. 1867 hatte die „Gesellschaft Harmonie“ das Grundstück an der Straße Im Platz, heute Poth, von den Gebrüdern Thomée gekauft, nachdem das bisherige Domizil am Unnaer Graben wegen Absenkungen des Erdreichs baufällig geworden war. Am 22. November 1877 wurde die Einweihung gefeiert. 1902 wurde eine Glasveranda an das Haus angebaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es im Zuge der Liquidation durch einen Kaufvertrag zwangsweise an die Stadt Iserlohn übertragen. Die britische Besatzungsmacht beschlagnahmte das Gebäude wie mehr als 300 weitere auf Iserlohner Boden. 1953 wurde es zwar an die „Gesellschaft Harmonie“ rückübertragen, allerdings erst 1962 freigegeben. Die Nutzung von NSDAP und britischen Besatzern machte eine komplette Renovierung unerlässlich. Allerdings fiel im Zuge der Arbeiten das gesamte Obergeschoss einem Brand zum Opfer. 1965 wurde die feierliche Eröffnung gefeiert.

Namhafter Gastronomals Wunschmieter

„Jetzt müssen wir überlegen, wie es weitergeht“, erzählt Dr. Jochen Busse. Er und seine Mitstreiter würden sich „einen namhaften Gastronomen“ wünschen. „Etwas Seriöses, das dem Stil und dem Ambiente des Gebäudes entspricht“, erläutert der Präsident, der es vermeiden will, „dass eine Spielhalle oder sowas“ einzieht. Für einen Bürobetrieb sieht er ebenfalls keine Chance: „Da sich die Restauration im eigentlichen Kellergeschoss befindet, ist nicht genug Licht da“, so Busse, der unterstreicht: „Wir sind bemüht, etwas Vernünftiges da reinzubekommen.“

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