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Party bei den Integrationsexperten

Die Tanzgruppe Kalinka gestaltete einen von vielen Programmpunkten, insgesamt gibt es bei der Gemeinschaft der Deutschen aus Russland zehn Ensembles.

Die Tanzgruppe Kalinka gestaltete einen von vielen Programmpunkten, insgesamt gibt es bei der Gemeinschaft der Deutschen aus Russland zehn Ensembles.

Foto: Annabell Jatzke

Iserlohn.  Die Gemeinschaft der Deutschen aus Russland besteht seit 15 Jahren. 50 Familien gehören dazu, sie pflegen die Traditionen der alten Heimat.

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Aus den Kinderschuhen ist die Gemeinschaft der Deutschen aus Russland wahrlich längst gewachsen. Jetzt feierte die Gemeinschaft mit einem Tag der offenen Tür im Varnhagenhaus ihr 15-jähriges Bestehen. Dabei präsentierte sie einen bunten Querschnitt ihrer Angebote.

Stellvertretend für das dreiköpfige Vorstandsteam bestehend aus Nadja Beitinger, Oksana Geiger und Ludmila Esaulov übernahm letztere die Begrüßung. „Die Gemeinschaft hält uns zusammen und bereichert das Vereinsleben in Iserlohn“, so Esaulov. Über die Jahre hinweg ist die Gemeinschaft zu einer festen Institution in der Waldstadt geworden. Das Motto „Das Neue annehmen und das gute Alte nicht vergessen“ steht dabei stets im Mittelpunkt.

Sehr dankbar ist man in der Gemeinschaft für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Iserlohn. Als Ehrengast wurde daher auch der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler begrüßt. „Ihr Engagement baut Brücken“, so Scheffler, der betonte, dass Integration ein wechselseitiger Prozess sei. Er unterstrich, dass die Auftritte der Tanz- und Kindergruppen nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken seien. „Sie können stolz sein, dass so viele Menschen heute gekommen sind“, so Scheffler in Bezug auf den fast bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal.

Lob gab es von allen Seiten

Udo Reineke, bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Paderborn Ansprechpartner für Integration und Kultur sowie Ausländerbildung, bescheinigte den Mitgliedern der Gemeinschaft, dass sie bereits über die Jahre hinweg wahre Fachleute für Integration geworden seien. Lobende Worte und eine Urkunde hatte auch Heinrich Zertik von der Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler (VIRA) mit im Gepäck.

Nach den Grußworten der Ehrengäste ließ Lidia Remisch, ehemalige langjährige Vorsitzende der Gemeinschaft, die Geschichte Revue passieren. Anschließend wurde in einem Film ein bunter Bilderbogen der vielfältigen Angebote und Auftritte der vergangenen Jahre gezeigt. Aber auch live und in Farbe präsentierten sich die derzeit zehn Gruppen der Gemeinschaft. Bei der Geburtstagsparty standen unter anderem die Tanzgruppe Kalinka und der Chor Iwolga auf der Bühne. Zwischen den Programmpunkten gab es unter anderem einen Flashmob, bevor es dann in eine aktive Pause ging.

Derzeit gehören 50 Familien der Gemeinschaft an, die die Integration von Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Iserlohn gekommen sind, fördert. Dabei stehen interkulturelle Begegnungen, sei es unter Bürgern mit oder ohne Migrationshintergrund, ganz gleich, welchen Alters im Fokus. Gemeinsames Erleben stärkt Freundschaften. Der Erhalt russischer Traditionen ist den Mitgliedern ebenso wichtig, wie die Vernetzung mit der Kultur der neuen Heimat. Kreative und kulturelle Angebote zählen genauso wie Sprachförderung und Begleitung in verschiedenen Lebenssituationen zu den wichtigsten Bausteinen der Gemeinschaft. Natürlich wäre solch ein Engagement ohne den Einsatz vieler Ehrenamtlicher undenkbar – sie wurden daher bei der Feier geehrt.

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