Schule

Perspektive für die Gesamtschule

Die alten Container an der Gesamtschule am Nußberg bleiben noch bis 2023 stehen.

Die alten Container an der Gesamtschule am Nußberg bleiben noch bis 2023 stehen.

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.  Neue Container wären jetzt doch möglich gewesen. Die Schulkonferenz spricht sich aber dafür aus, Geld und Energie in den Umbau zu setzen.

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Nach all den Enttäuschungen, nicht gehaltenen Versprechen und Streitereien sei es wichtig gewesen, wieder zueinander zu finden, sagt Peter Leye. Daher hatte er als Vorsitzender des Schulausschusses die Leitung der Gesamtschule Iserlohn jetzt zur „Kleinen Kommission Schule“ eingeladen, um möglichst offen und transparent über die Zukunft der Schule zu sprechen. Bekanntlich hatte sich der Stadtrat letztendlich entgegen vorheriger Beschlüsse gegen die gewünschte Zusammenlegung der beiden Schulstandorte Nußberg und Gerlingsen am Nußberg ausgesprochen. Zusätzlich waren der Schule die veralteten Container zur provisorischen Behebung der Raumnot am Nußberg ein Dorn im Auge.

In letzteren Fall war zuletzt Bewegung gekommen. Nachdem es zunächst Verzögerungen bei der Standortsuche für eine neue Container-Anlage gegeben hatte und es zudem nicht gelang, kurzfristig moderne Unterrichtsmodule zu bekommen, waren nun doch beide Probleme gelöst. Als Standort hatte die Verwaltung den Platz der jetzigen Container als beste Lösung ausgemacht. Und neue Container waren nun auch zum Preis von etwa 2,5 Millionen Euro zu haben. Ein entsprechender Beschlussvorschlag war bereits für die vergangene Ratssitzung vorbereitet.

Anbau und Sanierung soll 2023 abgeschlossen sein

Am Tag der Sitzung hatte dann aber die Schulkonferenz der Gesamtschule eine Stellungnahme eingereicht, in der sie sich gegen die Anschaffung der neuen Container aussprach. Die Verbesserung der jetzigen Situation (die alten Container waren nach den Protesten der Schüler ja verbessert und auch digital erschlossen worden) sei nicht so groß, dass sie einen Preis von 2,5 Millionen Euro rechtfertigen würde. Wie Schulleiterin Barabara Brühl auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, sei es die Intention der Schulkonferenz gewesen, das Geld und die Energie lieber in eine schnellere Umsetzung des beschlossenen Anbaus am Nußberg, die dortige Standortvergrößerung und die dringend erforderliche Sanierung der Zweigstelle in Gerlingsen zu stecken.

„Das war schon ein wenig überraschend für uns“, räumt Peter Leye ein. Aber der Wunsch der Schule nach einer zielstrebigen Umsetzung der endgültigen Lösung sei durchaus verständlich. Und die soll es jetzt auch geben. In der kleinen Kommission wurde beschlossen, ähnlich wie bei der Gesamtschule Seilersee einen Generalunternehmer für die Planung und die Umsetzung der baulichen Maßnahmen am Nußberg einzusetzen. Im Dezember hofft Leye bereits die nötigen politischen Beschlüsse zu bekommen. Dann folgt eine europaweite Ausschreibung, die Zeit und höchste Sorgfalt verlange. Nach jetzigem Planungsstand sei im Jahr 2023 mit der Fertigstellung zu rechnen.

„Mir hat es persönlich sehr leid getan, die Gesamtschule so oft zu enttäuschen und zu vertrösten“, sagt Peter Leye. Nun gebe es aber eine wirkliche Perspektive für die Schule, die die Verwaltung nun hoffentlich auch einhalte. Ähnlich äußerte sich auch Barbara Brühl nach der Sitzung der kleinen Kommission. Die Gespräche seien vertrauensvoll und positiv gewesen und gäben Anlass zum Optimismus. „Ich bin guter Dinge, dass jetzt alles schnell auf den Weg gebracht wird.“

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