Kinder

Pläne für die eigene Stadt

Mit Praktikantin Henriette haben die Ferienkinder das Modell ihrer Stadt angefertigt.

Foto: Jennifer Katz

Mit Praktikantin Henriette haben die Ferienkinder das Modell ihrer Stadt angefertigt. Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.   Mädchen und Jungen haben im Rahmen der Ferienspiele ihre Wünsche für die Kinderstadt in einem Modell zusammengefasst.

Die Kinderstadt auf dem Fritz-Kühn-Platz öffnet zwar erst am 17. Juli ihre Pforten – doch die künftigen „Bürger“ stehen schon jetzt in den Startlöchern. Wie berichtet, haben am Dienstag Mädchen und Jungen im Rahmen der Ferienspiele mobile Beete für die Kinderstadt bepflanzt.

Am Mittwoch sind Sechs- bis Zwölfjährige dann tiefer in die Planungen eingestiegen. Zusammen mit Katja Rautenstrauch vom städtischen Kinder- und Jugendbüro haben sie ein Modell ihrer Traumstadt angefertigt. Unterstützung gab es von der 15-jährigen Praktikantin Henriette. Sie war selbst vor ein paar Jahren Kinderstadt-Bürgerin. „Mir hat es damals sehr gut gefallen, ich habe mich dort richtig wohl gefühlt. Jetzt nehmen meine Geschwister teil, daher habe ich mich als Betreuerin für die erste Woche gemeldet“, erzählt sie. Zu Henriettes Höhepunkten als „Bürgerin“ zählte eindeutig der Beautysalon, „und die Bank war auch klasse“.

Viele Wiederholungstäterunter den Teilnehmern

Die 13 Mädchen und Jungen, die sich für die Planungswerkstatt angemeldet hatten, zählen größtenteils ebenfalls zu den Wiederholungstätern in der Kinderstadt. „Wir konnten dort selbst Sachen machen, keiner hat uns reingeredet, man konnte nichts falsch machen und hat ständig neue Berufe kennen gelernt“, sagt eine Zwölfjährige. „Alles macht da Spaß“, bringt es ein jüngerer Junge auf den Punkt.

Damit das auch so bleibt, haben sich die Kinder nun den Kopf zerbrochen, was sie sich für ihre Stadt 2017 wünschen. Schnell werden die Zettel gefüllt, die Katja Rautenstrauch für das Brainstorming ausgeteilt hat. Einerseits sollen Einrichtungen benannt werden, auf der anderen Seite sind Berufswünsche gefragt. Ein Junge zeigt auf: „Ingenieur!“ Auf die Frage, wie er darauf kommt, antwortet er: „Ich zeichne gerne!“ Ein Mädchen wünscht sich einen „Experimentenraum zum Experimentieren mit Lebensmitteln“, ein anderes möchte in der Tischlerei arbeiten.

Gute Zusammenarbeitund gegenseitige Hilfe

Alle Ideen haben die Kinder in einem Modell realisiert. Den Untergrund bildet eine halbe Europalette. Darauf sind im Laufe des Mittwochs ein Restaurant, eine Bank, Rathaus inklusive Einwohnermeldeamt, Domizile für Feuerwehr, Polizei und Notarzt, ein Kulturhaus, eine Werkstatt, eine Schneiderei, ein Shop, die Post, ein Zeitungshaus und vieles mehr entstanden. Nicht fehlen durften ein Platz für ein Schwimmbad, ein „Spiel und Sport“-Bereich sowie ein Garten. „Sie haben dabei sehr gut zusammengearbeitet und sich gegenseitig geholfen“, lobt Katja Rautenstrauch.

Sie und Henriette haben im Anschluss noch mit ihren Schützlingen Artikel für den Kinderstadt-Laden hergestellt, unter anderem aus Speckstein. Aber auch kleine Tiere sollten entstehen.

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