Tiere

Preisgekrönte Jagdspaniels

Iserlohn.   63 Halter mit ihren Hunden aus Deutschland, Holland und Belgien waren in Iserlohn zu Gast.

Autos aus ganz Deutschland stehen an den Straßen rund um die Gustav-Edelhoff-Halle, im Wohnpark Buchenwäldchen sind auffällig viele Menschen mit ein und derselben Hunderasse unterwegs. Das kann nur eins bedeuten: Der Jagdspaniel-Klub hat wieder zur großen Ausstellung geladen.

In der Mitte der Halle ist eine freie Fläche, rundherum haben sich Mensch und Tier sozusagen häuslich eingerichtet. Denn bei einer solchen Ausstellung heißt es über weite Strecken: Warten. . .

Während der freien Zeit legen die Halter noch einmal Hand an bei ihren Lieblingen, die beispielsweise kurz vor ihrem großen Auftritt noch einmal gebürstet werden. Auch Antistatik-Spray kommt zum Einsatz. „Damit der Richter sich beim Anfassen des Hundes keinen fängt“, erklärt eine Frau. Einige der Spaniels tragen auch einen Kopfschutz, neudeutsch würde das Modell bei Menschen wahrscheinlich „Loopschal“ genannt. Was ein wenig ausschaut, wie eine Unterhose, hat einen Zweck: Die Ohren sollen beim Gassigehen vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.

Gutes Meldeergebniserreicht

„Wir haben heute 63 Hunde hier“, sagt Conny Serges von der Bezirksgruppe Iserlohn des Jagdspaniel-Klubs. Das sei ein „gutes Meldeergebnis“. Es ist mittlerweile die 42. Sauerland-Spezial Rassehundeausstellung, die in der Waldstadt über die Bühne geht. Los ging es in der Heidehalle, der Wechsel in die Gustav-Edelhoff-Halle brachte optimale Bedingungen. „Hier ist es hell, freundlich und gemütlich, die angeschlossene Küche ist optimal“, erklärt Conny Serges. Weil die Aussteller sogar aus Belgien und den Niederlanden angereist sind, ist eine Verpflegung natürlich besonders wichtig. „Die meisten reisen aber direkt an, die Wenigsten übernachten hier“, weiß die Mendenerin.

Für die Hunde seien weder Autofahrten, noch die Ausstellungen ein Problem. Die Jagdspaniels in der Gustav-Edelhoff-Halle vermitteln am Sonntag genau diesen Eindruck, zeigen sich freundlich, entspannt, lieb und neugierig. „Sie können natürlich auch einen Jagdtrieb haben. Geeignet sind sie besonders für Agility, Obedience und Fährte.“

Weniger um die sportlichen Fähigkeiten geht es dann bei der Bewertung. Hier zählen beispielsweise das Fell, die Zähne, der Körperbau und das Wesen. Richterin Tineke Pillement-Heijden aus den Niederlanden nimmt jedes Tier unter die Lupe. Zum einen aus der Nähe, auf einem Tisch, und zum anderen beim Laufen mit den jeweiligen Herrchen auf der Freifläche in der Mitte der Halle.

Veteranen, Jugend und„Sauerland-Sieger“

Am Ende werden die Sieger der einzelnen Kategorien gekürt. Am Ende darf sich der English-Springer-Spaniel Felicitous Charmin von Susanne Menten aus Xanten Sauerland-Sieger und „Best in Show“ nennen. Im Bereich Jugend, das sind Hunde bis zum 18. Lebensmonat, hat der Clumber-Spaniel Wymeswold Prosseco von Pa­tricia Ramakers aus dem niederländischen Heel die Nase vorn. Und bei den Veteranen ab acht Jahren gewinnt der English-Cocker-Spaniel Blue Shadow’s Magic Snowstar Shaleen von Sabrina Letzing aus Dorsten.

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