Architektur

Projekt „Mühlenhof“ vereint Neu mit Alt

Thomas Helms stellte den Sieger-Entwurf in der SASE vor.

Thomas Helms stellte den Sieger-Entwurf in der SASE vor.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Architektenwettbewerb um Planungsgebiet rund um Kurt-Schumacher-Ring und Mühlentor ist entschieden

Ein wichtiger Meilenstein zum Umbau der Bestandsgebäude Kurt-Schumacher-Ring 23, 25 und 27 sowie zum Neubau am Mühlentor in Iserlohn ist erreicht: Sieger des von der IGW ausgelobten Architektenwettbewerbes für den bedeutsamen Um- und Erweiterungsbau unter dem Titel „Mühlenhof“ ist das Büro „dreibund architekten“ aus Bochum. Das hat das Preisgericht in einer Sitzung am 28. Juni nach intensiver Prüfung und Diskussion entschieden – und am Dienstagabend in der SASE verkündet.

„Es war ein Ringen um den besten Entwurf. Alle neun Projekte können sich sehen lassen“, zeigte sich der IGW-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Schmitt mit den eingereichten Arbeiten sehr zufrieden. Das Plangebiet sei ein wichtiger Bereich, der aufgrund seiner unmittelbaren Lage am Alten Rathausplatz und an der Fußgängerzone von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des gesamten Quartiers sei.

Die Jury – bestehend aus Vertretern der IGW, Stadtbaurat Torsten Grote sowie Vertretern der Politik, der Verwaltung der Stadt Iserlohn und unabhängigen Architekten und Stadtplanern – lobte in ihrer Begründung die städtebauliche Maßstäblichkeit, die Angemessenheit wie auch die hohe Nutzungsqualität des Entwurfes von Thomas Helms, René Koblank und Raphael Pappert.

Konkret sieht der Entwurf vor, den Straßenraum zum Mühlentor mit einem abgestuften „3-Giebelhaus“ mit zu schließen. Über zwei große Zugänge gelangt man in den privaten Innenhof. „Somit bilden die Bestandsgebäude zusammen mit dem Neubau ein schönes Ensemble“, erklärt Thomas Helms.

Der nach Nordwesten offene Hof dient allen Bewohnern als Begegnungsraum. Von dort aus erfolgt die Erschließung aller Wohnung – mit Ausnahme des Hauses Kurt-Schumacher-Ring 23 – überall barrierefrei. Aus denkmalpflegerischer Sicht geht der Entwurf sensibel mit der vorhandenen Bausubstanz um. Die Wohnungen sind in der Größe gut durchmischt und mit Ausnahme einiger spitzer Winkel gut geschnitten. Ein hoher Anteil der Wohnungen ist öffentlich förderfähig.

Die Bestandsgebäude am Kurt-Schumacher-Ring werden erhalten und mit maßstäblichen Fassadenergänzungen gut aufgewertet. „Die Altbauten werden wieder in all ihrer Pracht herausgeputzt“, so Helms.

Details und konkrete Zahlenmüssen geklärt werden

„Jetzt kommen die spannenden Wochen und Monate“, sagte Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW, mit Blick auf die nun anstehende Zusammenarbeit. Selbstverständlich müsse man sich nun zunächst Details, die konkreten Zahlen und Kosten anschauen, bis ein entsprechender Baubeschluss seitens der IGW beantragt würde. Aber eines stünde laut Pestl bereits jetzt fest: „Wir werden in die Umsetzung gehen.“

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