Europawahl

Qual der Wahl und Hoffen auf mehr Beteiligung

Die Europaflagge ist passend zur Wahl am 26. Mai vor dem Rathaus gehisst, doch nach wie vor ist es schwierig

Die Europaflagge ist passend zur Wahl am 26. Mai vor dem Rathaus gehisst, doch nach wie vor ist es schwierig

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Bei der Stadt laufen die Vorbereitungen auf die Europawahl. Die Briefwahl liegt dabei ungebrochen im Trend.

67.080 Menschen sind in Iserlohn aufgerufen, ihre Stimme bei der Europawahl abzugeben (2014: 69.960). Im Wahlamt der Stadt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Wahlbenachrichtigungen sind raus, bis jetzt hat die Stadt zudem rund 10.000 Briefwahlunterlagen verschickt oder an die zwölf Briefwahlbüros ausgehändigt. Bei den letzten Wahlen 2014 hatten rund 8500 Personen per Brief gewählt. „Der Trend zur Briefwahl hält an“, sagt der städtische Beigeordnete Martin Stolte, in dessen Ressort Generationen und Soziales die Wahl angesiedelt ist.

40 Parteien stehen am 26. Mai zur Wahl, teilweise ein Kuriositätenkabinett, von der „Europäischen Partei Liebe“ bis zur „Menschlichen Welt – für das Wohl und Glücklichsein aller“. „Wobei das typisch für diese Wahl ist und die Vielfalt ja auch ihren Reiz hat“, sagt Stolte, der zwar auf eine hohe Wahlbeteiligung von über 50 Prozent hofft, aufgrund besserer Erfahrung aber nicht so wirklich daran glauben mag. 2014 lag die Beteiligung in Iserlohn bei 44,86 Prozent – allerdings wohl auch nur, weil gleichzeitig eine Kommunalwahl stattfand.

„Europäische Themen vor Ort erlebbar zu machen, ist schwierig“, räumt Stolte ein. „Für viele ist das Thema weit weg.“ Auch die Tatsache, dass die EU zwar Gelder weniger mit der Gießkanne verteile, dafür den Städten aber viele Förderprogramme biete, die auch Iserlohn intensiv nutzt, sei schlecht zu transportieren. Für ihn selbst, sagt Stolte, sei die Wahl auch „ein Bekenntnis zur stabilen Struktur von Europa“. Und trotz aller Widrigkeiten á la Brexit: „Es ist noch stabil.“

Die Waldstadt, so zeigt die Statistik, ist dabei eine ausgesprochen europäische Stadt. „Abgesehen von Malta leben Menschen aus jeder EU-Nation in Iserlohn“, erklärt Stolte weiter.

Insgesamt 84 Wahlurnen werden am Wahltag in 72 Wahllokalen zum Einsatz kommen. Stand jetzt gibt es 703 Wahlhelfer, gesucht wird nur noch für den Fall krankheitsbedingter Ausfälle.

Wer indes noch Briefwahl-Unterlagen beantragen möchte, kann dies noch bis spätestens Freitag nächster Woche (24. Mai) tun. Sollen die Briefwahlunterlagen per Post zugesandt werden, muss der Antrag frühzeitig eingereicht werden. Bereits am Mittwoch, 22. Mai, um 14 Uhr, endet die Frist für alle diejenigen, die ihre Unterlagen online (www.iserlohn.de) anfordern wollen. Bei der Stimmenauszählung am Wahlsonntag werden nur die Briefwahlstimmen berücksichtigt, die bis zum Wahltag, 18 Uhr, beim Wahlamt eingegangen sind. Eine Sonntagszustellung findet nicht statt. Am Wahlsonntag können Wahlbriefe noch bis 18 Uhr in einen der Hausbriefkästen der Stadt eingeworfen werden (Rathaus I und II; Bürgerservice Letmathe oder Hennen).

Wer noch keinen Wahlschein hat, sollte sich jetzt melden

Wer keine Briefwahl beantragt hat und seine Stimme im Wahllokal abgeben möchte, sollte die zugesandte Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis mitbringen. Rote (Brief-)Wahlbriefe dürfen in den Wahllokalen nicht angenommen werden. Hier ist nur die persönliche Stimmabgabe möglich.

Wer Briefwahlunterlagen beantragt, ist im Wählerverzeichnis automatisch mit einer Kennung gesperrt. Wer gesperrt ist, darf im Wahllokal nur zur Wahl zugelassen werden, wenn er dem Wahlvorstand seinen mit den Briefwahlunterlagen zugesandten Wahlschein vorlegen und sich mit Personalausweis oder Reisepass ausweisen kann.

Wer einen Wahlschein (Briefwahlunterlagen) beantragt, aber nicht erhalten hat, sollte sich unbedingt rechtzeitig mit dem Wahlamt in Verbindung setzen. In diesen Fällen darf bis spätestens 25. Mai, 12 Uhr, ein Ersatz ausgestellt werden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt Iserlohn oder beim Wahlamt unter 02371 /217-1776.

Büro in neuen Räumen:

Bitte beachten: Das Briefwahlbüro befindet sich im Erdgeschoss des Rathauses am Schillerplatz (Zimmer 028, neben dem Foyer) und nicht mehr in den Räumen im zweiten Untergeschoss am Eingang Lange Straße.

Geöffnet ist es montags bis mittwochs von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

Am Freitag, 24. Mai, öffnet das Briefwahlbüro von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

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