Obere Mühle

Räumung von Fabrik vorerst ausgesetzt

Der Fabrikkomplex „Kissing & Möllmann“ aus der Vogelperspektive.

Foto: Stefan Janke

Der Fabrikkomplex „Kissing & Möllmann“ aus der Vogelperspektive. Foto: Stefan Janke

Iserlohn.   Die Räumung der Fabrik „Kissing & Möllmann“ wird vertagt. Der Mendener Eigentümer soll Unterlagen einreichen und einen Gutachter beauftragen.

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Nach einem Gespräch, das am Mittwoch auf gemeinschaftliche Initiative der Arbeiterwohlfahrt, der Diakonie, der Caritas und des Verwaltungsvorstandes der Stadt Iserlohn unter Beteiligung des Eigentümers der Immobilie Obere Mühle 28 im Rathaus stattgefunden hat, ist der Weg geebnet worden für eine vorerst einvernehmliche Lösung der komplexen Problemlage rund um die Wohnnutzung innerhalb des ehemaligen Fabrikkomplexes.

Nach dem Austausch der Argumente, der auch die besondere Problemlage der Mieter zum Gegenstand hatte, sei vereinbart worden, dass der Mendener Eigentümer Jörg Rodegra innerhalb einer Frist von vier Wochen überarbeitete Bauantragsunterlagen bei der Verwaltung einreichen wird, teilt die Stadt Iserlohn in einer Pressemitteilung mit. Auf der Basis dieser Antragsunterlagen werde die Verwaltung dann umgehend prüfen, ob die von Rodegra beantragte Wohnnutzung in dem Gebäudekomplex genehmigt werden kann.

Parallel hierzu werde der Eigentümer der Immobilie einen Brandschutzsachverständigen beauftragen, kurzfristig eine Begehung des Objektes durchzuführen, heißt es von Seiten der Stadt. Ziel dieser Begehung sei die Erstellung eines brandschutztechnischen Maßnahmenkataloges, mit dessen umgehender Umsetzung – noch vor einer möglichen Genehmigung des Bauantrags – eine Übergangslösung geschaffen werden könne, damit die Mieter in der Immobilie verbleiben könnten und ihre Sicherheit gewährleistet sei.

Im Gegenzug habe sich die Verwaltung dazu bereit erklärt, dass das bereits eingeleitete ordnungsbehördliche Anhörungsverfahren zunächst ausgesetzt wird, um dem Eigentümer Jörg Rodegra den beschriebenen Weg zu eröffnen, eine Genehmigung zu erreichen. Hierüber will die Stadt alle Betroffenen der Anhörung schriftlich informieren.

Das Gespräch im Rathaus sei getragen gewesen von gegenseitigem Respekt und Akzeptanz, verbunden mit dem Ziel, die bestmögliche Lösung für das gemeinschaftliche Zusammenleben in der Stadt und für die Bewohnerinnen und Bewohner speziell zu erzielen in dem Bewusstsein, dass ein Teil von ihnen aus sozialarbeiterischer Sicht dringend auf eine wohnortnahe Betreuung und Versorgung angewiesen ist, teilt die Stadtverwaltung weiter mit.

An dem Gesprächstermin nahmen demnach Immobilien-Eigentümer Jörg Rodegra, sein Berater Michael Petereit, der Einrichtungsleiter der Werkstatt im Hinterhof Achim Rabenschlag und der Betriebsleiter Suchthilfe Markus Stremmel-Thoran (beide Vertreter der Arbeiterwohlfahrt), der Beigeordnete Mike-Sebastian Janke (Ressort Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz) und Ressortleiter Jochen Köhnke (Ressort Kultur, Migration und Teilhabe) sowie weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Bereichen der Verwaltung teil. Die Einladung zum Gespräch sei auf der Basis eines bereits bestehenden intensiven Austausches zwischen Ressortleiter Jochen Köhnke und den örtlichen Trägern der Wohlfahrtspflege (Arbeiterwohlfahrt, Caritas und Diakonie) erfolgt.

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