Stadtleben

Rauchende Grills, Churros und frittierte Pizza

Michael Brown ist vor fünf Jahren aus Jamaika ins Ruhrgebiet gekommen. Von heute an bis Sonntag kocht er mit 12 anderen Anbietern frische Straßenküche beim Street-Food&Music Festival in Iserlohn.

Foto: Privat

Michael Brown ist vor fünf Jahren aus Jamaika ins Ruhrgebiet gekommen. Von heute an bis Sonntag kocht er mit 12 anderen Anbietern frische Straßenküche beim Street-Food&Music Festival in Iserlohn.

Iserlohn.   Das Street-Food-Festival lädt ab heute drei Tage auf dem Marktplatz zu einer kulinarischen Weltreise ein.

Wenn Michael Brown die Chicken-Happen über die Flammen seines Grills fliegen lässt, dann raucht der Schlot auf dem schweren Deckel. Brown kommt aus Jamaika, liebt das Kochen, ist ein leidenschaftlicher Street-Food-Mann und für jeden Spaß zu haben. Zusammen mit zwölf weiteren Virtuosen der wilden Spontan-Küche ist Michael Brown vom heutigen Freitag an bis Sonntag Gastgeber beim Iserlohner Street-Food&Music-Festival auf dem Marktplatz.

Pommes mit Käse und Hühnchen mit Ingwer

Ingo Groß aus Berlin ist auch einer von denen, die das Kochen auf der Straße zum Beruf gemacht haben. „Ich bin Quereinsteiger“, sagt er. Gelernter Koch ist er nicht, aber leidenschaftlicher Küchenchef mit seinem mobilen Angebot. An seinem Food Truck wird es Poutine geben, das französische Nationalgericht, wie Ingo Groß sagt. Erfunden hat es ein Koch aus der kanadischen Provinz Québec, so jedenfalls ist die Überlieferung. Poutine heißt in der französischen Sprache „Schweinerei“ – ob dicke Pommes frites mit Käsestückchen und Bratensoße eine köstliche Schweinerei sind, davon können sich die Gäste des Iserlohner Street-Food-Festivals am heutigen Freitag ab 16 Uhr selbst überzeugen. „Es schmeckt“, ist Anbieter Ingo Groß überzeugt.

Street-Food ist alles, exotisch, weltweit verbreitet und in unendlich vielen Geschmacksrichtungen, es ist aber eines nicht: „Fast-Food, damit haben wir nichts zu tun. Unser Essen ist von hoher Qualität, die Zutaten sind ausgesucht und gekocht wird frisch“, erklärt Michael Brown (37), der mit Kush’s Place den speziellen Geschmack von Thymian, Pfeffer, Piment und Ingwer auf seinen Hühnchen von der Insel Jamaika nach Iserlohn bringt. „Ich habe das Kochen bei meiner Großmutter gelernt“, bekennt der Street-Food-Koch. Auf der Karibikinsel hatte er sein eigenes Restaurant. „Kochen auf der Straße ist aber meine Welt. Du brauchst, Liebe, Leidenschaft und ganz viel Spaß dafür, dann schmeckt’s den Leuten auch“, erzählt er. Zur jamaikanischen Küche gehören vor allem auch Eintöpfe, Reis mit Bohnen und alles mögliche vom Grill. Aus New York kommt die Spezialität Pastrami nach Iserlohn, hauchdünn geschnittene Ochsenbrust. Churros, spanische Süßigkeiten, frittierte Pizza, Burger, Pulled Pork, Waffeln und Flammkuchen sind auch dabei. Ebenso wie die Bergische Feldküche mit deftigen Eintöpfen und Hot Dogs, italienische Küche, Captain Tasty mit einer wilden Mischung aus vielen Küchen und das Coffee Bike für einen starken schwarzen Kaffee nach dem Essen.

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