Kinder- und Jugendarbeit

Rausgehen, um Kinder zu erreichen

Spendenübergabe Rotary, Checkpoint Iserlohn

Spendenübergabe Rotary, Checkpoint Iserlohn

Foto: Carolin Meffert

Iserlohn.   Der Treff „Checkpoint“ startet mit seinem neuen Projekt „Misch dich ein“ im Juli und will Kinder in der südlichen Innenstadt erreichen.

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Schon lange ist das „Checkpoint“ ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Doch wo halten sich die Kinder und Jugendlichen auf, wenn sie ihre Zeit nicht dort verbringen? Und wie erreicht man diese? Aus diesen Fragen ist das neue Projekt „Misch dich ein“ des Checkpoints entstanden. „Wir müssen rausgehen, um die Kinder zu erreichen“, sagt Jugendreferent Timon Tesche. Und das soll mit dem neuen Projekt passieren. Umgesetzt werden soll das Projekt in der südlichen Innenstadt Iserlohns, genauer am und im Hochhaus in der Petersstraße, in dem besonders Kinder und Jugendliche mit Flucht und Migrationshintergrund leben. Hier sollen besonders Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren angesprochen werden. „Wir wollen uns besonders den Kindern widmen, da sie doch meistens zuhause in Sichtweite der Balkone spielen und seltener den Weg über die Straße zum Checkpoint finden“, erklärte der Jugendreferent weiter. Unter anderem ist die Idee zu diesem Projekt aus den Erfahrungen des Jugendreferenten Timon Tesche entstanden, der im letzten Jahr Armenviertel, die sogenannten Townships, in Südafrika kennengelernt hat.

Spielangebot für die Kinder in der südlichen Innenstadt

Für die Umsetzung des Projekts wird sich besonders Claudia Hein kümmern. Sie hat gerade ihre Ausbildung als Erzieherin abgeschlossen und wird im Rahmen dieses Projekts ihr Anerkennungsjahr machen und den Kindern als kontinuierliche Bezugsperson zur Verfügung stehen.. „Ich freue mich auf die Herausforderung und darauf, zu den Kindern Kontakt aufzubauen. Ich bin da sehr zuversichtlich, dass mir das gelingen wird“, sagte sie. Berührungsängste hätte die 28-Jährige keine, bestätigte auch Timon Tesche.

In einer ersten Phase wird Claudia Hein mit weiterer Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Projektteams am und im Hochhaus in der Petersstraße präsent sein, die Kinder vor Ort kennenlernen und Vertrauen zu ihnen aufbauen. Zu einem festen Zeitpunkt wird zweimal in der Woche ein 60- bis 90-minütiges Spielangebot auf dem angrenzenden Spielplatz gemacht. Dabei gibt es keinen festen Programmablauf, die Kinder werden in die Planung mit eingebunden und gefragt, was sie machen wollen. „Vermutlich werden die Kinder in diesem Alter Fangen oder Verstecken spielen wollen“, so Timon Tesche. Doch auch diese Spiele eignen sich super um das Eis zu brechen.

In einer weiteren Projektphase werden die zwei Termine aufgeteilt. Einer der Termine wird dann unter dem Titel „Was ihr wollt“ besonders für Spiel und Spaß genutzt. Beim zweiten Termin namens„Misch dich ein“, wird mit verschiedenen Methoden der Stadtteil erkundet und die Meinungen der Kinder und Jugendlichen eingebracht. Das soll durch Stadtteilspaziergänge sowie einer Fotoralley geschehen. In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendrat werden mithilfe der Stadtteilapp „Stadtachse“ Daten erhoben und Erlebnisse abgefragt.

Anschließend soll aus den gewonnenen Ergebnissen der wöchentlichen Workshops mit den Kindern ein neues Projekt entwickelt werden, das für das Jahr 2020 beantragt wird. Denn das aktuelle Projekt ist zeitlich begrenzt. Es beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 31.April 2020.

Unterstützung durch Rotary Club und Inner Wheel

Um dieses Projekt zu fördern, unterstützen der Inner-Wheel-Club und der Rotary Club mit einer Spende in Höhe von 4.400 Euro. „Wir haben schon eine lange Verbundenheit zum Checkpoint“, erklärte Dr. Joachim Köhne, Vorsitzender des Gemeindienstausschusses des Rotary Clubs. Und diese solle auch im aktuellen Projekt weiter gepflegt werden. „Wir wissen, dass im Checkpoint ein sehr engagiertes Team zusammenarbeitet und sind zuversichtlich, dass das neue Projekt funktionieren wird“, ergänzte Dr. Rita Köhler vom Rotary Club und fügte hinzu: „Selbst wenn mit diesem Projekt nur ein einziges Kind erreicht wird, ist das ein Erfolg.“

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