Realschule

Realschule fühlt sich am Hemberg sehr wohl

Bekannte Songs und passende Mode aus den vergangenen vier Jahrzehnten ließen die Lehrerinnen und Lehrer in einer Bühnenshow Revue passieren.

Foto: Max Winkler

Bekannte Songs und passende Mode aus den vergangenen vier Jahrzehnten ließen die Lehrerinnen und Lehrer in einer Bühnenshow Revue passieren. Foto: Max Winkler

Iserlohn.   Mit einer großen Feier in der neuen Hemberghalle hat die Realschule am Hemberg auf 40 Jahre am Standort zurückgeblickt und aber auch nach vorne geschaut.

Mit einer großen Feier inklusive des erstmalig durchgeführten Ehemaligentreffens, eines Auftritts des Kabarettisten René Steinberg und Musik von „The Truemen“ blickte die Realschule am Hemberg am Freitagabend in der neuen Hemberghalle auf 40 Jahre an ihrem Standort zurück.

Eröffnet worden war die Schule schon 1973 (siehe Infos am Ende des Artikels). Nach vier Jahren in, so Schulleiterin Ute Neugebauer, „beengten, eher behelfsmäßigen und häufig wechselnden Unterbringungsorten“ habe dann am 23. Mai 1977 „ihr neues Leben in neuen Räumlichkeiten“ begonnen. In ihrer Rede, die von einer Power-Point-Präsentation mit vielen Zeitungsausschnitten und Fotos aus den vier Jahrzehnten begleitet wurde, ging die Schulleiterin auf die besondere Bedeutung der Zahl „40“ in vielerlei Zusammenhängen und auch auf die „wohl größte Prüfung“ in der Schulgeschichte im Jahr 2013 ein, als sie Sekundarschule werden sollte.

Elternwille ließ sie stärker als je zuvor wieder auferstehen

Ute Neugebauer sagte, dass sie sich noch sehr gut an die Zeitungsschlagzeile und die überraschten Reaktionen der Politik erinnern könne, als sie sich per Beschluss der Schulkonferenz dazu entschlossen hätten, „einen Schritt nach vorne zu tun und uns gegen die Sekundarschule und für den Standort einer Gesamtschule anzubieten.“ Sie sei heute noch „total stolz“ auf ihre Kollegen, die „obwohl überzeugte Realschullehrer“, bereit gewesen seien, sich auf eine neue Herausforderung einzulassen. Bekanntlich kam es anders, aber sie seien auch nicht Sekundarschule geworden: „Es war der Elternwille, der die Realschule am Hemberg wie Phönix aus der Asche wieder auferstehen ließ – stärker als je zuvor“, blickte Ute Neugebauer, die seit 2011 am Hemberg ist, auf die „bestandene Prüfung“ zurück.

Stolz sein könne man auch auf die insgesamt rund 4400 Schüler, die in den vergangenen vier Jahrzehnten auch dank vieler Projekte zur Stärkung ihrer Persönlichkeit und ihrer sozialen Kompetenzen „gut vorbereitet auf ein selbstbestimmtes Leben“ und mindestens mit der Fachoberschulreife und 80 Prozent sogar mit der Qualifikation für den Besuch der Oberstufe entlassen worden seien. Ein Aspekt, den auch Vizebürgermeister Thorsten Schick in seiner Ansprache aufgriff: Die „große Herausforderung“, eben sowohl Schüler, die gute Azubis werden sollen, als auch die, die noch ihr Abitur machen wollen, zu unterrichten und vor allem auch diese zu begeistern, hätte das Kollegium „mit Bravour gemeistert“, sagte Schick und dankte allen, die dazu beigetragen hätten. Und auch den „klugen Köpfe an der Spitze“, die es geschafft hätten, die Schule über 40 Jahre „so erfolgreich zu etablieren“. Aufgrund der Leistung der vergangenen Jahrzehnte mache er sich daher auch keine Sorgen, dass nicht auch das 50-Jährige gefeiert werden könne.

„Unter diesen Bedingungen können wir uns auch die nächsten 40 Jahre Realschule am Hemberg vorstellen“, hatte gar zuvor Ute Neugebauer in Richtung der Politik gesagt: Abgesehen von der laufenden Dach- und der anstehenden Toilettensanierung gebe es nichts, „worum wir uns in unserem Schulgebäude wirklich Sorgen machen müssten“. Und wenn die Schule demnächst auch noch barrierefrei sei, stehe „gelebter Inklusion mit Kindern mit und ohne Förderbedarf zumindest keine Treppe im Wege“.

Neue Kooperation mit der Gesamtschule Iserlohn

Neuen Boden wolle man indes durch eine Kooperation mit der Gesamtschule Iserlohn betreten, die jetzt mit Leben gefüllt werde. Neu gestaltet wurde auch das Schul-Logo. Und die besondere Herausforderung durch die Aufnahme der letzten beiden Jahrgänge der Bömberg-Realschule im kommenden Schuljahr werde man gemeinsam mit dem dortigen Kollegium schaffen.

Am Freitagabend stand aber erst einmal das Feiern auf dem Programm. Neben einer Bühnenshow, bei der die Lehrer mit Musik und Mode die Zeit seit 1977 Revue passieren ließen, war dafür extra der von WDR 2 bekannte Kabarettist René Steinberg verpflichtet worden. Der unterhielt auch in gewohnt sehr guter Weise fast 40 Minuten lang das Publikum, zumindest den größten Teil der knapp 700 Zuschauer auf den Rängen, der zuhörte. Dass anschließend mit „The Truemen“ gleich vier ehemalige Hemberg-Realschüler – Robin Beckmann, Jouyan Tarzaban, Jonas Schulte und Timo Krietemeyer, unterstützt von Tillmann Schürfeld, der nebenan das MGI besucht hat – für Partystimmung sorgten, freute Ute Neugebauer besonders.

Seit vier Jahrzehnten am Hemberg zuhause

Die Schule ist eigentlich schon 44 Jahre alt: Eröffnet wurde sie als Städtische Realschule II am 1. August 1973, nachdem im Herbst 1972 der Gründungserlass erfolgt war.

Bis 1975 war sie gemeinsam mit der Städtischen Realschule I in deren damaligem Gebäude an der Mendener Straße untergebracht, ab 1974 unter anderem in einem zusätzlichen Pavillon.

Mit Beginn des Schuljahres 1975 erhielt sie in der alten Ingenieurschule am Karnacksweg ein eigenes Domizil.

Am 23. Mai 1977 erfolgte dann der Umzug ins neue Schulzentrum am Hemberg, und das wurde auch am Freitagabend groß gefeiert.

Ihren heutigen Namen Realschule am Hemberg erhielt sie erst zum 1. August 2000.

(Quelle: „Die pädagogische Konzeption der Städtischen Realschule II“ von Karl Saueressig, „Schulzentrum Hemberg“)

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