IBSV

Regen verwässerte bessere Bilanz

Mit Pulli und Jacke und manchmal auch einem warmen Kaffee statt kühlem Bier ließ es sich beim Bürgerfrühschoppen prima aushalten.

Mit Pulli und Jacke und manchmal auch einem warmen Kaffee statt kühlem Bier ließ es sich beim Bürgerfrühschoppen prima aushalten.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Den kühlen Temperaturen trotzten mehrere hundert Gäste beim Einläuten des letzten Festtages. Und die Verantwortlichen zogen Bilanz.

So frisch wie am Montag war es wohl lange nicht mehr beim IBSV-Bürgerfrühschoppen, mit dem der letzte der „vier tollen Tage“ auf der Alexanderhöhe eingeläutet wurde.

Die Bürger hielt das aber nicht vom Besuch ab. Der Reißverschluss der Jacke wurde einfach ein wenig höher gezogen, und zu den Klängen der Ruhrtalbläser Halingen, die statt auf der Wiese im Festzelt aufspielten, konnte man sich auch gut warmschunkeln. Der Hektoliter Freibier von der Krombacher Brauerei, den es zwischendurch gab, tat sein Übriges. Auch Vertreter von Stadt (Thorsten Schick und Thorsten Grote) und von den Banken (Harald Schepper, Märkische Bank, und Michael Haupt, Sparkasse) schauten vorbei. „Ich war erstaunt, wie voll es gleich von Beginn an war“, sagte Oberstleutnant Thomas Kuche. Später wurden auch Richtung Wiese und auf selbiger Bänke und Tische in Beschlag genommen, denn zum Glück blieb es trotz dunkler Wolken am Himmel bis auf ganz wenige Tropfen trocken, es war eben nur kühl.

„Gefühlt müssen wir bei dem Wetter zufrieden sein, wenn wir bei der Gesamt-Besucherzahl das Vorjahresergebnis halten oder annähernd erreichen“, meinte dann auch Oberst Wolfgang Barabo mit vorausschauendem Blick auf den letzten Abend und als erste Bilanz des Fest-Wochenendes. Vor allem was den rekordverdächtigen Freitagabend angeht, sei er aber selber schon sehr gespannt auf die Zahlen aus der Abrechnung, die traditionell erst heute gemacht werde.

Aber schon von der Empore des Festzeltes aus zu sehen, wie sich am Freitag Festwiese und Theater-Vorplatz füllen und es schließlich „rappelvoll“ gewesen sei, das sei, so Ba­rabo, „wieder bombastisch“ gewesen. In solchen Momenten wisse man dann auch, dass sich das ganze ehrenamtliche Engagement der vergangenen Monate gelohnt habe. Vor allem der Regen am Samstagabend – und bei dem einen oder anderen vielleicht auch die notwendige Erholung nach dem ersten Festabend – habe dann aber dafür gesorgt, dass es kein Rekord-Wochenende wurde. „Das Zelt war dadurch bis zum Bersten gefüllt, so wie auch schon am Freitag“, freute sich Thomas Kuche. Und dort sei dann auch bei Live-Musik jeweils die beste Stimmung gewesen, so wie früher im Feuerwehr-Zelt, weswegen man überlegen müssen, eventuell auch dort künftig wieder nicht nur einen DJ einzusetzen.

2020 mehr Toiletten und Sicherheitspersonal

Verbessert werde im kommenden Jahr auf jeden Fall die Toilettensituation. Tatsächlich seien es durch den festinstallierten Zaun, der einer Nachlieferung von Toiletten-Containern im wahrsten Wortsinne im Weg stand, im Vergleich zu 2018 unterm Strich nur vier Toiletten weniger gewesen. Auch mit denen wäre man dem Andrang am Freitag nicht Herr geworden.

Und leider, so Ba­rabo, müsse man, wie diverse Vorfälle zeigen, noch mal mehr in Sicherheit investieren. „Rangeleien“ gehörten bei Festen solcher Größe leider dazu, aber: „Der Wandel in der Gesellschaft, was Anstand und Benehmen angeht, macht uns Sorge.“ Wobei das DRK mit 100 Einsätzen, das meiste davon, so Kreis-Rotkreuzleiter Niklas Sander, Kleinigkeiten wie Schürf- und Schnittwunden, zumindest bis Sonntagabend von einem etwas ruhigeren Fest als in den Vorjahren sprach.

Kommende Woche beginnt mit der Nachbesprechung des Festes auch schon die Vorbereitung auf 2020. Dann findet das Volksfest erstmals wieder in den Schulferien, und zwar nach der ersten Woche, statt. „Wir haben uns auf das erste volle Juli-Wochenende als Termin festgelegt, egal ob Ferien sind oder nicht“, machte Barabo deutlich. Wenn sich aber zeige, dass das nicht funktioniere, behalte man sich durchaus vor, in den Folgejahren einen anderen Termin zu nehmen.

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