Rettungseinsatz

Retter bei der Arbeit gestört

Die Polizei musste Schaulustige daran hindern, Rettungskräfte bei ihrer Arbeit zu stören.

Die Polizei musste Schaulustige daran hindern, Rettungskräfte bei ihrer Arbeit zu stören.

Foto: Michael Kleinrensing

Iserlohn.   Während eines Einsatzes, bei dem es um Leben und Tod ging, sind Rettungskräfte von Schaulustigen am Donnerstag an der Vinckestraße in Iserlohn massiv gestört worden. Die Polizei musste eingreifen.

Bei ihrem Rettungseinsatz im Fall eines zusammengebrochenen und in Lebensgefahr schwebenden Mannes an der Vinckestraße wurden Notarzt und Rettungssanitäter am Donnerstagnachmittag gegen 14.15 Uhr dermaßen von Gaffern behindert, dass die Polizei eingreifen musste. Wie die Feuerwehr mitteilt, erkannten die Retter sofort, dass es sich um eine Reanimation handelt und begannen die Wiederbelebungsmaßnahmen. Kaum hatte die Besatzung ihre Arbeit begonnen, kamen die Schaulustigen. Auf die mehrmalige Bitte doch weiterzugehen, wurde die Besatzung angepöbelt und bedroht. „Ich kann mich aufhalten wo ich will, du hast mir gar nichts zu sagen“ waren die harmlosen Varianten, so ein Feuerwehrsprecher. Passanten, die versuchten die Schaulustigen zum Weiterzugehen zu bewegen, wurden ebenfalls bedroht.

Erst die klare Ansage der Polizeibeamten brachte schließlich Ordnung in diese Situation. Abgeschirmt durch Polizei und Feuerwehr konnte der Rettungsdienst seine Arbeit sicher durchführen. Der Mann wurde in einem lebensbedrohlichen Zustand in ein Krankenhaus transportiert.

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