Stiftungshof

Riesen-Andrang beim 8. Lammtag

Dicht umlagert waren am Sonntag beim 8. Lammtag auf dem Stiftungshof auch die Tische mit den Bastelangeboten für die Kinder, die unter anderem der Nabu Märkischer Kreis vorbereitet hatte.

Dicht umlagert waren am Sonntag beim 8. Lammtag auf dem Stiftungshof auch die Tische mit den Bastelangeboten für die Kinder, die unter anderem der Nabu Märkischer Kreis vorbereitet hatte.

Foto: Michael May

Kalthof.   Auf dem Stiftungshof in Kalthof konnten nicht nur Kinder am Sonntag viel lernen und erleben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Vor dem Ponyreiten bildet sich eine lange Schlange. Bei der Heuballen-Hüpfburg ist kaum ein freies Plätzchen zum Springen zu finden. Alle Parkplätze sind belegt, und die Stimmung der suchenden Autofahrer und Ordner steigt – es ist Lammtag auf dem Stiftungshof in Kalthof!

Blauer Himmel, 17 Grad Celsius an einem wunderschönen Frühlingstag: Die kleinen Lämmchen hopsen, die ersten Schmetterlinge fliegen und die Familien kommen. Kein Wunder, dass Susanne Oelmann-Saul vom Nabu Märkischer Kreis mit der Resonanz am Sonntag sehr zufrieden ist. „Beim Lammtag wollen wir den Besuchern das vielfältige Programm des Stiftungshofes vorstellen und zeigen, wie viele Ehrenamtliche sich hier für den Tier- und Naturschutz engagieren.“ Sie habe – auch abseits der freitäglichen Klima-Demos der Schüler – ein Umdenken festgestellt: „Viele Kinder sind sehr wissbegierig und interessiert. Sie wollen wissen, wie das Leben auf einem Schafhof funktioniert und warum Streuobstwiesen so wichtig sind.“

Offenheit für die Bedürfnisse von Natur und Tieren

Informationen und Lehrreiches gibt es am 8. Lammtag genug: Die Igelschutzstation stellt sich vor, der Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker informiert, und kleine Zicklein suchen das Euter der Mutter. Monika Ullherr-Lang weist Kinder in das Handwerk des Filzens ein. Es entstehen Pflanzgefäße aus Filz. „Darin können die Samen und Blumen atmen und sie sind rückstandsfrei kompostierbar.“ Nachhaltiges Leben, Offenheit für die Bedürfnisse von Natur und Tieren stehen an diesem Tag an erster Stelle – und das alles ohne erhobenen Zeigefinger, sondern praktisch verpackt, zum Mitmachen, Staunen und Erleben. Die Kinder nehmen die Angebote gerne an, auch wenn kleine Berührungsängste bestehen: Marie (4) rümpft die Nase, weil „der Pipi der Ziegen so komisch riecht“, der dreijährige Adam kennt Hühner und Hähne bislang nur aus dem Kinderbuch, und als sich ihm einer der Kammträger nähert, ergreift er lieber die Flucht.

Alle Kinder sind mit Feuereifer dabei: Beim Seilmacher drehen sie ihr eigenes Springseil, beim Kleinen Puppentheater im Weidentipi kommentieren sie lautstark die Erlebnisse vom „Lämmchen, das auszog das Pfeifen zu lernen . . .“, und Edda (3) schaut beim Schafscheren ganz genau hin: „Warum schneidet der böse Mann den Tieren den Popo ab?“, fragt sie und lacht erleichtert, als „der böse Mann“ ihr alles erklärt. Auf den Schreck spendiert die Mama eine zünftige Lammwurst. Wie das mit dem Lamm und der Wurst funktioniert, das will sie ihr beim nächsten Lammtag erklären. . .

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben