Burgschule

Riesige Burgkulisse schmückt das Treppenhaus

Stolz präsentierten die Kinder, die bei dem Projekt dabei waren, jetzt das Ergebnis und ihre Teilnahmeurkunden.

Stolz präsentierten die Kinder, die bei dem Projekt dabei waren, jetzt das Ergebnis und ihre Teilnahmeurkunden.

Foto: IKZ

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Iserlohn. Spätestens jetzt trägt die Burgschule ihren Namen vollkommen zu Recht: Eine riesige Burgkulisse nimmt seit kurzem zwei ganze Wände im Treppenhaus der Grundschule an der Bleichstraße ein.

Entstanden ist der beeindruckende Wandschmuck in den vergangenen Monaten mit viel kreativem Einsatz im Rahmen des Projekts „Stein auf Stein – unsere Burg“, das die diplomierte Iserlohner Künstlerin Karin Kroll für die Kinder aus dem Offenen Ganztagsbereich der Burgschule angeboten hatte. Im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ sollten dabei die Erst- bis Viertklässler auf eine spielerische Weise neben dem schulischen Lernen erste Begegnungen mit Kunst und Kultur erleben. Im ersten Abschnitt des Projekts wurden Mauern, Türme, Fenster und Zinnen gebastelt und bemalt.

Dafür wurden viele Fragen besprochen: Was bedeutet der Begriff Burg und wie kann dies gestalterisch umgesetzt werden? Wie sieht eine Burg aus? Was war der Sinn einer Burg? „Damit sich die Bewohner beschützt fühlten, müssen alle Burgteile stark sein“, verdeutlichte Karin Kroll den Kindern. Und da auch in der Schule die Jungen und Mädchen gut aufgehoben sein wollen, stellte sich die Frage, welche Farben dafür sorgen, dass die Burg (bzw. die Schule) freundlich und einladend wirkt. Abstrakte Farbaufträge luden zum Experimentieren ein, und alle Bauteile wurden so zu kleinen individuellen Kunstwerken, die die Freude am Gestalten und die Wahrnehmung förderten. Denn hierbei habe sich jedes Kind frei entfalten können, weil viele verschiedene Einzelteile mit zufälligen Kreativtechniken entstanden seien, die keine besonderen zeichnerischen Fähigkeiten voraussetzten. Die Freude am Machen habe stets im Vordergrund gestanden. „Über 950 mit Acrylfarben gemalte Steine, alles kleine individuelle Kunstwerke, sind dabei entstanden“, freute sich die freischaffende Künstlerin.

Drei Gespenster durften natürlich nicht fehlen

Im zweiten Abschnitt wurde besprochen, wer und was in der Burg lebt. Mit unterschiedlichen Techniken und Mitteln wurden Mäuse, Spinnen, Katzen, Vögel und vieles mehr gemalt. „Auch dabei gab es unzählige fantasievolle Werke der Kinder zu bewundern“, berichtete Karin Kroll. Je nach Möglichkeit und Entwicklung konnte so jeder kleine Künstler seine Ideen umsetzen und auf seine Art die Burg und damit seine Schule mitgestalten. Gemeinsam wurden schließlich für die entstandenen etwa 50 Bewohner die richtigen Plätze in der Burg gesucht und diese dort aufgeklebt. Und natürlich mussten auch drei liebe Gespenster durch die Gemäuer fliegen.

Der letzte Abschnitt ergänzte die Mauern noch mit Pflanzen, die an oder zwischen den Steinen wachsen. Frei gezeichnet auf unterschiedlichen Papierarten oder mit verschiedenen Mitteln ausgemalte Blumen, ausgeschnitten und anschließend aufgeklebt, wucherten schließlich noch in der Burg.

Bei der Präsentation des Endergebnisses, zu der auch die interessierten Eltern, Freunde und Mitschüler der kleinen Künstler kamen, danke Karin Kroll herzlich den Kindern, „die wahre kleine Künstler“ seien und jedes einzelne Burg-Teil individuell gestaltet hätten: Benedikt Ladwig, Lenny Martin, Selin Kokangül, Vera Penner, Tobias Klaaßen, Valdrin Sabani, Abdelraauf Bengarid, Samet Tuna, Alperen Yildrim, Damian Mange, Ece Naz Senel, Amina Alhasan, Marie Sophie Maffei, Busra Yavuz, Leonie Meier und Kilian Winter. Ihr Dank galt zudem dem Holzkünstler Arjen Baaijens, der den Hintergrund nach Entwürfen von Karin Kroll angefertigt hatte, sowie der Leitung der Burgschule und der OGS für die Unterstützung und für das in sie gesetzte Vertrauen.

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