Musik

Ruhige und stille Atmosphäre lenkt Fokus ganz auf die Musik

Im größtenteils in Grau gehaltenen Henkelmann hat „Grand Jam on Hendrix“ die neue Saison eröffnet.

Foto: Daniel Reiners

Im größtenteils in Grau gehaltenen Henkelmann hat „Grand Jam on Hendrix“ die neue Saison eröffnet. Foto: Daniel Reiners

Iserloh  Die Tribute Band „Grand Jam on Hendrix“ hat nach längerer Sommerpause den neu renovierten Henkelmann eingeweiht.

n. „Den regelmäßigen Zuschauern und Jazzfans unter Euch wird es schon aufgefallen sein, aber auch alle Anderen sollen sich ab heute über den sichtbar renovierten Henkelmann freuen“, kündigt Vorsitzende Tyrid Cornelissen vor dem Auftritt an. Eine Renovierung, die ganz neue Akzente setzt: ruhiger, stiller und dadurch viel atmosphärischer - die nun größtenteils in Grau gehaltenen Räumlichkeiten der alten Fabrikhalle. „Perfekt, um sich voll und ganz auf die dargebotene Musik einzulassen.“

Eine Top-Band zur Saisoneröffnung

Der legendäre Jazzclub Henkelmann hat nach längerer Sommerpause zu „Grand Jam on Hendrix“ eingeladen. Dass man sich für die Saisoneröffnung nicht irgendwen ins Haus holte, wird beim Betrachten der Lebensläufe der einzelnen Bandmitglieder schnell deutlich: Ehemals tätig für unter anderem Udo Lindenberg, Marius-Müller Westernhagen oder die Harald Schmidt Show bringen die fünf Musiker Nick Gebhard (Drums), Jürgen Dahmen (Keyboard), Markus Conrad (Gitarre) Bernie Adamkewitz (Bass) und Kenny Cooper (Gesang) sowie ihr Sound-Engineer Rainer Assmann eine ganz besondere Show auf die Bühne. „Grand Jam“, das betont vor Allem, dass es sich nicht um eine einfache Jimi Hendrix Tribute Band handelt, sondern dass man sich lediglich im Stil der im Alter von 27 Jahren verstorbenen Rocklegende bewegt.

Absolute Profis am Werk, die für Jimi Hendrix leben

Innerhalb der Songs wimmelt es dann von Improvisationen durch die verschiedensten Stilrichtungen: da kann es vorkommen, dass im Klassiker „If 6 was 9“ Töne in Pink Floyd Manier zu hören sind, die sich fast zu einem Medley hoch steigern, oder dass beim etwas weniger bekannten Stück „Izabella“ der Keyboarder zur Conga wechselt, um mal etwas anders den Rhythmus vor zu geben. Durch die Improvisationen leitete der US-Amerikanische Sänger Cooper seine Bandkollegen mit sichtlicher Freude, kennt er seine Kollegen doch gut genug, um zu wissen, wer wann was am liebsten spielt. Hier waren Profis am Werk, allesamt in anderen, einstigen Bandprojekten zusammen gefunden, um schließlich der gemeinsamen Leidenschaft für Jimi Hendrix einen vollkommen neuartigen Ausdruck zu verleihen.

Vor der Sommerpause feierte das Henkelmann zuletzt 65 jähriges Bestehen, ein „würdiger Anlass für eine neue Aufmachung“, sagt Cornelissen. Zuletzt erhielt das Henkelmann vom Kulturausschuss Iserlohn ein Porträt, gemalt vom syrischen und seit einem Jahr in Iserlohn lebenden Künstlers Tammam Jaramani, das den Jazztrompeter Louis Armstrong abbildet. Ein Geschenk für die engagierte Kulturarbeit. „Auch weiterhin freuen wir uns natürlich über Spenden jeglicher Art, und vielleicht bringt ja der ein oder andere alt Eingesessene, der noch weiß, was das ist, einen der „Henkelmänner“ zurück in den Club“, bringt Tyrid Cornelissen mit auf den Weg.

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