Stadtleben

Saisonstart im Heidebad nur für Hartgesottene

Der Trend geht zur Wollmütze: das Team des Heidebads beim Saison-Start.

Foto: Tim Gelewski

Der Trend geht zur Wollmütze: das Team des Heidebads beim Saison-Start. Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Anschwimmen bei zwei Grad Außentemperatur: In der Heide ließ man sich die gute Laune aber dennoch nicht verderben.

Das Wetter hatte sie im Stich gelassen: Bei „arktischen“ zwei Grad Außentemperatur eröffnete am Ostermontag das Heidebad offiziell seine Pforten und läutete somit die Freibad-Saison in Iserlohn ein. „Wir sind natürlich vom Wetter nicht gerade begeistert“, sagte am Morgen gegen 10 Uhr Geschäftsführer Ralf Brinkschulte, bevor er mit gutem Beispiel voranging und den Sprung in das in diesem Falle wärmende Nass wagte. Die Wassertemperatur in den beiden Becken des Bades lag am Morgen nämlich bei immerhin schon 20 und 21 Grad, 23 bis 24 sollen es in den kommenden Tagen möglichst noch werden.

„Das ist wohl der kälteste Tag, an dem jemals in die Saison gestartet wurde“, gab wenig später I 95-Mitglied Marion Christophery zu Protokoll. Allerdings habe man in der Vergangenheit meist auch erst Anfang Mai geöffnet, wollte in diesem Jahr aber unter anderem durch verlängerte Öffnungszeiten und einige Neuerungen (wir berichteten) die Attraktivität des Bades erhöhen.

Witze über Neoprenanzüge und Eislaufen im April

Die gute Laune ließen sich dann trotz des eher unvorteilhaften Wetters aber weder der Vereins-Vorstand noch die in überschaubarer Zahl erschienenen Besucher verderben. Viele von ihnen waren mit Mütze und Schal vermummt, einige nicht zum Schwimmen, sondern nur wegen Büffet, Kaffee und der guten Gesellschaft gekommen. Witze über Schwimmen im Neoprenanzug oder Eislaufen im April machten die Runde. Galgenhumor an allen Ecken, schließlich kann niemand was für das schlechte Wetter.

Neben den Hartgesottenen, die bei jeder Temperatur meist am Morgen schon ihre Bahnen ziehen, dürften es vor allem Sportler sein, die hier im Heidebad in den kommenden Wochen für Belebung im Wasser sorgen werden. „Die Schwimmer und Wasserballer haben gesagt, dass sie auf jeden Fall ab sofort hier trainieren wollen“, erzählt Ralf Brinkschulte weiter. Bahnen im Seilerseebad, wo ansonsten trainiert wird, wenn das Freibad nicht zur Verfügung steht, seien nicht angemietet worden. Auch das ein oder andere Mitglied des ISSV dürfte in den kommenden im Heidebad zu den Gästen zählen, schließlich ist am Schleddenhof erst Anfang Mai Saisonstart – und die Mitglieder des befreundeten Vereins dürfen im Heidebad umsonst mitschwimmen.

Vor Saisonstart viel in das Bad investiert

Wie berichtet, hatte das Heidebad vor dem Saisonstart unter anderem in einen zweiten Wasserspeier sowie eine neue Anzeigentafel investiert. Auch die Warmwasserversorgung der Duschen wurde verbessert. Im laufenden Betrieb soll in den kommenden Wochen noch die Fläche der Liegewiese vergrößert werden.

Z Ich komme jeden Morgen um 6 Uhr her, die Luft ist einfach besser als im Hallenbad. Ich muss mir dafür keinen Wecker stellen, bin früh wach, zum Leidwesen meines Mannes.

Z Ich spiele beim der SGW Wasserball und bin schon als Kind ins Heidebad gekommen. 21 Grad Wassertemperatur sind warm genug. Wir trainieren drei Mal pro Woche, im Sommer bin ich noch öfter hier.

Z Ich bin bei jedem Wetter hier, im Winter im Hallenbad am Seilersee. Ich komme jeden Tag hierher, meist am Morgen, wie es halt kommt.

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