Wasserschaden

Sanierungsfirma bringt die Wohnung wieder in Schuss

Weil Monteure eines Versandhauses den Schlauch der Waschmaschine nicht festgezogen hatten, stand die Wohnung der Pavlenkos unter Wasser.

Foto: Michael May

Weil Monteure eines Versandhauses den Schlauch der Waschmaschine nicht festgezogen hatten, stand die Wohnung der Pavlenkos unter Wasser. Foto: Michael May

Iserlohn.   Nur die Schäden am eigenen Mobiliar muss Familie Pavlenko selbst beim Versicherer des Lieferanten geltend machen.

„Wir sind so erleichtert, dass es nun vorangeht!“ Annette Romanski ist inzwischen positiv gestimmt, was die Zukunft der Familie Pavlenko aus der Bremsheide angeht. Drei Mitarbeiter der Immobiliengesellschaft LEG, ein Gebäudesachverständiger und ein Mitarbeiter einer Firma für Komplettsanierungen nach Wasserschäden hatten sich am Donnerstagnachmittag ein Bild von der Situation in der Erdgeschosswohnung gemacht. Kurz nach Weihnachten war dort über Nacht Wasser ausgelaufen, offensichtlich weil die Lieferanten einer neuen Waschmaschine, die Pavlenkos online bei einem großen Versandhaus bestellt hatten, den Schlauch am Gerät nicht angezogen hatten (wir berichteten).

Der Gutachter der Gebäudeversicherung hat festgestellt, dass die Wohnung mindestens zwei Monate nicht bewohnbar ist. Die Sanierungsfirma wird die Wohnung ausräumen, das Mobiliar einlagern und Trocknungsgeräte aufstellen, wie die Pressestelle der LEG bestätigte. Danach wird die Wohnung renoviert und das Inventar wieder aufgestellt.

Gebäudeversicherung der LEG trägt zunächst die Kosten

„Die Mieterin profitiert hier in vollem Umfang von den Verträgen mit unserer Gebäudeversicherung. Lediglich private Möbel, die beschädigt wurden, muss sie in Eigenregie ersetzen. Den Rest übernimmt unsere Gebäudeversicherung – bis hin zu gleichwertigen Wunschtapeten, die sie sich nach der Renovierung aussuchen kann“, schreibt LEG-Pressesprecherin Judith-Maria Gillies. „Für unsere Mieterin fallen keine Kosten an.“ Die Versicherung der LEG übernimmt auch die Kosten für die Unterbringung der dreiköpfigen Familie, die sich mit Hilfe des befreundeten Paars Annette Romanski und Norbert Masztalerz um eine Ferienwohnung in Iserlohn als Unterkunft kümmern will. Eine Besichtigung ist für Montag geplant.

Die Schäden an ihren Möbeln müssen die Pavlenkos selbst bei der Versicherung des vom Versandunternehmen beauftragten Lieferanten geltend machen, auch weil sie selbst bisher nicht über eine Hausratversicherung verfügten. Auch wenn die Gebäudeversicherung der LEG aktuell Leistungen erbringt, werden diese am Ende zwischen den Versicherungen erstattet. Die gesamten Kosten landen also am Schluss beim Versicherer des Verursachers.

„Wir waren positiv überrascht, wie bemüht die LEG nun ist, eine schnelle Lösung zu finden“, formuliert Annette Romanski nach dem erfolgten Gutachtertermin. Für die LEG, bei der die schlechte Leistung der Waschmaschinen-Lieferanten ja ebenfalls für zusätzlichen Arbeitsaufwand gesorgt hat, erklärt LEG-Sprecherin Gillies: „Wir möchten noch einmal betonen, dass dieses Vorgehen in vollem Umfang unserem Standard entspricht – und es in keinster Weise auf journalistische Nachfragen zurückzuführen ist.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik