Schulausschuss

Schulen sollen saniert werden

Die Sanierung der Fassade des Stenner-Gymnasiums steht auch auf der Maßnahmenliste für 2018.

Foto: Michael May

Die Sanierung der Fassade des Stenner-Gymnasiums steht auch auf der Maßnahmenliste für 2018. Foto: Michael May

Iserlohn.   Mittel aus „Gute Schulen“ werden in die Bauunterhaltung der 24 Objekte gesteckt.

Die Investitionen in die Schullandschaft, die die Stadt Iserlohn vor der Brust hat, sind enorm. 24 Schulen (13 Grundschulen, zwei Hauptschulen, eine Förderschule, drei Realschulen, drei Gymnasien und zwei Gesamtschulen) mit insgesamt rund 9800 Schülern hat die Stadt in ihrer Trägerschaft. Und fast in allen Schulformen stehen größere Investitionen an: Der Neubau der Gesamtschule Seilersee, die Zusammenführung der Standorte der Gesamtschule Iserlohn am Nußberg und die Erweiterungen der Ganztagsbereiche der Grundschulen Sümmern, Auf der Emst, Bömberg, Hennen und Süd sind derzeit nur die prominentesten Baumaßnahmen.

Hohe Kosten für die Digitalisierung der Schulen

Dazu sollen am Schulzentrum Hemberg alle Dachflächen und Fenster saniert werden, das Stenner-Gymnasium erhält einen neuen Anbau für das Lehrerzimmer, für die Verlagerung der auslaufenden Realschule Bömberg zum Hemberg werden neue Raumkapazitäten in Form von Containern geschaffen und der Grundschulstandort Nordfeld wird energetisch saniert. Für 2018 ist zum jetzigen Planungszeitpunkt für die Iserlohner Schulen (mit Ausnahme der Gesamtschule Seilersee) ein Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro geplant. Das geht aus einer Drucksache hervor, die in der Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag im Ratssaal behandelt wird. Zusätzlich kommen auch für die Digitalisierung der Schulen enorme Kosten auf die Stadt zu.

Im Mittelpunkt der Beratung stehen dann aber die Mittel aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Die NRW-Bank stellt der Stadt in diesem Rahmen von 2017 bis 2020 ein festgelegtes Kreditkontingent von insgesamt 9 232 708 Euro zur Verfügung, das in vier gleichmäßig festen Summen in Höhe von 2 308 177 Euro pro Jahr ausgezahlt wird.

Maßnahmenliste für das Jahr 2018 liegt vor

Während die erste Zuweisung für das Jahr 2017 bereits in die Erweiterung der Grundschule Bömberg mit acht neuen Klassenräumen und einer Mensa geflossen sind, möchte die Stadtverwaltung die kommenden drei Zahlungen in die allgemeine Bauunterhaltung stecken. Denn auch die zum Teil laufenden Sanierungsmaßnahmen, die zum Teil dringend erforderlich sind, verschlingen zusammengenommen große Summen. Die Verteilung der Mittel auf die einzelnen Schulen richtet sich nicht nach einem festgelegten Schlüssel. Stattdessen erfolgt sie nach dem jeweiligen Bedarf, der Art der Baumaßnahme, der Dringlichkeit und der baufachlichen Einschätzung. Dabei sind auch die Vereinbarkeit mit den bereits geplanten Investitionsmaßnahmen und den daraus resultierenden Belastungen des schulischen Alltags zu beachten.

Am kommenden Donnerstag wird nun über eine Maßnahmenliste für das Jahr 2018 beraten, die ein Volumen von insgesamt 2 308 000 Euro hat. Sie umfasst insgesamt knapp 70 Einzelmaßnahmen, die von der Aufarbeitung des Holzbodens der Aula-Bühne des Letmather Gymnasiums für 1500 Euro bis zur Erneuerung der Fenster der Gesamtschule Nußberg (151 200 Euro), der Saatschule (144 200 Euro), der Martin-Luther-Hauptschule (12 500 Euro) oder des Gymnasiums Letmathe (288 400 Euro) reichen. Auch die Sanierung des Flachdachs inklusive der Lichtkuppeln an der Grundschule Im Wiesengrund (130 000 Euro), die Dachsanierung an der Grundschule Lichte Kammer (113 000 Euro), die Dachsanierung an der Martin-Luther-Hauptschule (82 000 Euro) oder die Sanierung der Fassade des Stenner-Gymnasiums (96 000 Euro) sind größere Posten der geplanten Maßnahmen.

Die vorgelegte Liste wurde dem Arbeitskreis Budgetierung, in dem Vertreter jeder Schulform sitzen, vorgestellt und dort positiv bewertet. Über die Bauunterhaltungsmaßnahmen der Jahre 2019 und 2020, die im Rahmen von „Gute Schule 2020“ finanziert werden sollen, wird der Schulausschuss nach Abstimmung im Arbeitskreis Budgetierung bei den Haushaltsberatungen informiert.

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