Städtische Galerie

Sechs Positionen zeitgenössischer Malerei

Vorabpräsentation St. Galerie MKK Stipendiaten Malerei mit Rainer Danne

Vorabpräsentation St. Galerie MKK Stipendiaten Malerei mit Rainer Danne

Foto: Josef Wronski/IKZ

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Iserlohn.  Eine Einladung zu einer spannenden Entdeckungsreise in unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Malerei ist die neue Ausstellung in der Städtischen Galerie. Dort zeigen die Bewerberinnen und die Bewerber um das Märkische Stipendium für Bildende Kunst 2013 ihre Arbeiten. Zeitgleich stellt Annabelle Fürstenau, Gewinnerin des Märkischen Stipendiums für Bildende Kunst 2012, ihre neuesten fotografischen Werke vor.

Aus 25 Bewerbungen konnte die Jury die Kanditaten herausfiltern. Letztlich wurden sechs junge Künstler ausgewählt, deren aktuellen Bilder in der Ausstellung gezeigt werden. Die Änderung des Auswahlmodus, bei dem mit Schreiben an die Hochschulen für den Kunstpreis geworben wird, und die dann ihre Kandidaten auswählen und mit einem Empfehlungsschreiben der Professoren vorschlagen, ist sicherlich mitverantwortlich für die hohe Qualität, die dieser Wettbewerb erreicht. Jeweils zwei Bewerber kommen von der Kunstakademie Düsseldorf und der Universität der Künste, Berlin. Die einzige Kandidatin hat als Meisterschülerin bei Prof. Neo Rauch an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, ihr Studium mit Diplom beendet. Ein Kandidat kommt von der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Kristina Schuldts beklemmende Szenen mit verrenkten Frauenkörpern und klotzig wirkenden Porträts wirken düster auf den Betrachter. Die 1982 in Moskau geborene Künstlerin sieht darin einen Reflex auf eigenes Sehen. Ein Anspruch, den auch Marc von der Hocht (Berlin) postuliert, doch sind seine Arbeiten geprägt von Aspekten der Architektur und des Designs. Für Prof. Robert Lucander ist das Nebeneinander von Malerei und bildhauerischen Elementen in den Collagen kennzeichnend für Hochts Werk. Meisterschüler beim Iserlohner Kunstpreis-Träger Prof. Olav Christopher Jenssen ist Miro Dorow. Jenssen lobt dessen „unspektakuläre Intensität und die sinnliche Malerei“. Daniel Schubert, Meisterschüler von Prof. Herbert Brandl (Düsseldorf), lässt in seinen Bildwelten Anklänge an informelle Malerei erkennen, zeigt in seinen Werken aber eine eigenständige Position. Johannes Amadeus Kithil, 1983 in Günzburg geboren, ist Meisterschüler von Siegfried Anzinger (Düsseldorf). Sein an den Neo-Expressionismus anlehnendes Werk erstrahlt voller Farbigkeit. Der 1983 in Bonn geborene David Moses zeigt in Objektrahmen ein vielschichtiges Werk in der Zwischenwelt von Malerei und Drucktechnik. Er wurde von Prof. Valérie Favre (Berlin) empfohlen.

In den ersten zwei Wochen der Ausstellung, die noch bis zum 18. November zu sehen sein wird, haben die Besucher die Gelegenheit ihr Votum abzugeben.

Annabelle Fürstenau zeigt auch in dieser aktuellen Ausstellung Fotografien, die durch ihre zeichenhaft abstrakt wirkenden Reihungen von Blütenblättern die klassischen Darstellungsformen der Naturfotografie weitestgehend auflösen. In ihrem MK-Stipendium-Jahr hat sie an zahlreichen Ausstellung im In- und Ausland mit großem Erfolg teilgenommen und dabei hohe Anerkennung erfahren.

Eröffnet werden die Ausstellungen am heutigen Freitag um 20 Uhr in der Städtischen Galerie. In das fotografische Werk von Annabelle Fürstenau wird Prof. Dr. Christoph Schaden einführen. Die Begrüßung erfolgt durch Galerie-Leiter Rainer Danne.

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