Zukunft der GFI

Sicherheit als ein Schwerpunktthema begreifen

Ugur Ünal (re.) und Thomas Wendler engagieren sich dafür, dass die GFI eine Zukunft besitzt.

Foto: Stefan Drees

Ugur Ünal (re.) und Thomas Wendler engagieren sich dafür, dass die GFI eine Zukunft besitzt. Foto: Stefan Drees

Iserlohn.   Ugur Ünal und Thomas Wendler zu den Schritten, die die GFI nach der Krise wieder stabilisieren sollen.

„Wir müssen uns nicht verstecken, die Organisation hat Zukunft“: Das sagt Ugur Ünal, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Iserlohn (GFI), bei einem Besuch in der Redaktion. Begleitet wird er von Beisitzer Thomas Wendler. Nach den zahlreichen Rücktritten der vergangenen Tage (wir berichteten) könnte man da vom „versammelten Vorstand“ sprechen. Das aber, das machten beide deutlich, soll sich schnell ändern. Bis zur für Ende November anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung solle daran gearbeitet werden, wieder ein handlungsfähiges Führungsteam zu bilden, welches sich dann zur Wahl stellt. Ünal und Wendler zeigten sich zuversichtlich, dass das gelinge.

Wichtige Themen seien bei den Bürgern angekommen

Aktuell zählt die GFI nach den Austritten noch 75 Mitglieder. Natürlich sollen es wieder mehr werden. Aus Sicht von Ugur Ünal seien wichtige Themen wie Sicherheit oder Sauberkeit in der Stadt bei den Bürgern angekommen. Insbesondere das Thema Sicherheit bezeichnete Ünal als seine Herzensangelegenheit. Er erhalte immer wieder Hinweise, dass sich eine wachsende Zahl von Bürgern nicht mehr sicher fühlen würde. Insbesondere sei es auch die Drogenkriminalität, die zu diesem Gefühl beitrage. Da müsse etwas getan werden, so Ünal.

Ugur Ünal hatte es in dieser Zeitung schon angesprochen, dass er sich eine Rückbesinnung auf die Gründungsidee der GFI wünscht, nämlich ein politisch partizipierender Verein zu sein, der nicht zwingend die Teilnahme an Wahlen im Blick hat. Darüber, so Ünal, solle aber auch auf der Mitgliederversammlung diskutiert werden. Ünal und Wendler formulieren die Zielsetzung so: Themen erkennen und aufgreifen und dann Verwaltung und Parteien diesbezüglich wach rütteln. Kritik, so Ünal, solle dabei immer nur in konstruktiver Art und Weise erfolgen und möglichst nicht mit Angriffen auf bestimmte Personen verbunden sein.

Stammtisch sollfortgesetzt werden

Thomas Wendler erinnert in diesem Zusammenhang an Aktivitäten wie den Stammtisch auf dem Wochenmarkt. Mit Bürgern ins Gespräch kommen, auch mit solchen, die sich nicht mehr gehört fühlen, Sorgen und Nöte aufnehmen, kleine Dinge vielleicht sogar direkt aus der Welt schaffen – Wendler spricht sich dafür aus, dieses Format fortzusetzen.

Wer steht künftig neben Ugur Ünal an der GFI-Spitze, wer kann sich wie einbringen, Ruhe in die Mannschaft bringen, neue Aufgaben definieren – darum wird sich laut Wendler in den kommenden Wochen die Arbeit drehen. Geprägt sein solle sie durch einen offenen und wertschätzenden Umgang untereinander, ergänzt Ünal.

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