Literatur

Spannende Lesung der drei Siegerinnen

„Weibergeschichten“ präsentierten im Literaturhotel: (v.l.) Andrea Reichart, Doris Althoff, Christiane Röper, Kirsten Schwabe, Judith Mühlenhoff, Christina Günther, Dagmar Plümer und Silvia Mönnig

Foto: Annabell Jatzke

„Weibergeschichten“ präsentierten im Literaturhotel: (v.l.) Andrea Reichart, Doris Althoff, Christiane Röper, Kirsten Schwabe, Judith Mühlenhoff, Christina Günther, Dagmar Plümer und Silvia Mönnig Foto: Annabell Jatzke

Iserlohn.   40 Freizeitliteraten aus der Region beteiligten sich am Literaturwettbewerb „Weibergeschichten“.

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Wieder einmal hat die Qualität der zugesendeten Beiträge beim Literaturwettbewerb „Weibergeschichten“ überrascht. 40 Freizeitliteratinnen und drei Freizeitliteraten, verschiedensten Alters aus dem gesamten Märkischen Kreis, nahmen an der vierten Auflage des Wettbewerbs teil und folgten somit dem Aufruf des Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten im heimischen Kreis. So breitgefächert wie die Autorinnen und Autor selbst, so sind auch ihre eingereichten Geschichten und Gedichte. Unter dem Titel „Schöne neue Welt“ standen drei verschiedene Unterthemen „Schöne neue Heimat“, „Schöne neue Gleichheit“ und „Schönes neues Leben“ zur Auswahl.

Die drei Siegerinnen präsentierten sich zusammen mit drei der insgesamt sechs Jurymitglieder sowie der Iserlohner Gleichstellungsbeauftragten Judith Mühlenhoff im Literaturhotel Franzosenhohl in einer lockeren Talkrunde mit der dortigen Gastgeberin Andrea Reichart. Doch bevor Andrea Reichart die drei Freizeitliteratinnen, die Jurymitglieder Dagmar Plümer (Leiterin der Stadtbücherei Lüdenscheid), Christina Günther (WDR-Journalistin und Buchautorin) und Silvia Mönnig (Verlegerin und Journalistin) sowie Judith Mühlenhoff interviewte, stellten die drei Gewinnerinnen vor 39 Zuhörerinnen und einem Zuhörer ihre Siegerbeiträge bei einer kleinen Lesung vor.

Doris Althoff siegte beim Literaturwettbewerb

Ende Juni wurde die Werdohlerin Doris Althoff als Siegerin des Literaturwettbewerbs, der eine Übernachtung im Literaturhotel Franzosenhohl für zwei Personen sowie der Besuch der dortigen Lesungen winkte, bei der feierlichen Preisverleihung in Plettenberg gekürt. Die Kommunikationswirtin, die seit 17 Jahren der Geschichtenschmiede Volmetal angehört, nahm bereits zum wiederholten Mal erfolgreich an den „Weibergeschichten“ teil. In ihrem Beitrag „Der Troststrumpf“ geht es um die Geschichte des siebenjährigen Huberts und seiner Schwester Emilia, die zusammen mit der Familie im Krieg flüchten müssen. Auf der Flucht erlebt das Geschwisterpaar Schlimmes, wird das junge Mädchen doch von russischen Soldaten vergewaltigt.

Den zweiten Rang belegte die junge Schalksmühlerin Kirsten Schwabe. Für die Kunsthändlerin, die auch als Autorin arbeitet, war die Auszeichnung bei „Weibergeschichten“ eine Premiere. Ihre Kurzgeschichte „Textnachrichten“ handelt von der Hauptfigur Maren, die auf ihrem Handy immer noch Textnachrichten ihres längst verstorbenen Mannes empfängt, welche sie aufmuntern.

Die dritte Gewinnerin im Bunde ist eine in Iserlohn Bekannte: Christiane Röper. Röper, die Mitglied im Autorenkreis Schreibzauber ist, nahm auch zum wiederholten Male erfolgreich an den „Weibergeschichten“ teil. „Rosas Geburtstag“ lautet ihr Beitrag. Rosa feiert ihren 77. Geburtstag und schwelgt just in diesem Tag nach der Begegnung mit einem Flüchtlingsmädchen in Erinnerung an die eigene Kindheit mit Flucht. Ebenso wie die Zweitplatzierte konnte sich Röper über ein Jahresabonnement einer Fachzeitschrift aus dem Uschtrin-Verlag freuen.

Gleichstellungsbeauftragte freut sich über Anthologie

Neben den drei strahlenden Gewinnerinnen des Wettbewerbs freute sich Judith Mühlenhoff auch die druckfrische Anthologie aus dem Iserlohner Mönnig-Verlag präsentieren zu können. Darin finden sich neben den drei Siegerbeiträgen weitere 14, so sind gleich mehrere Texte von Iserlohner Teilnehmern abgedruckt.

Der Leser findet unter anderem die Beiträge der Iserlohner Christiane Hafenmayer, Helena Geitmann, Ursula Böhle, Werner Reiling, Sonja Sternitzke, Anneliese Kindel, Sabine Hinterberger und Mayte Hafenmayer.

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