Trend

Sport und Umweltschutz verbinden

Moises und Gioia da Silva sowie Henning Schroeder (v.li.) suchen Mitstreiter für das Plogging.

Moises und Gioia da Silva sowie Henning Schroeder (v.li.) suchen Mitstreiter für das Plogging.

Foto: Jennifer Katz

Iserlohn.   Eine Frau und zwei Männer wollen das „Plogging“ in Iserlohn etablieren

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„Plogging“ nennt sich ein Trend, der aus Schweden gerade nach Deutschland kommt. Das Wort setzt sich zusammen aus Jogging und dem schwedischen „Plocka“, was so viel wie Aufräumen bedeutet. Beim „Plogging“ wird also der Sport mit dem Umweltschutz verbunden.

„Ich habe darüber einen Bericht im Fernsehen gesehen und fand es klasse“, sagt Gioia da Silva, die nun Gleichgesinnte sucht. Für vergangenen Samstag hatte sie bereits in der Facebook-Gruppe „Du bist Iserlohner, wenn . . .“ zu einem ersten Treffen aufgerufen, sieben Interessierte hatten sich angemeldet – gekommen ist außer Gioia da Silva und ihrem Mann Moises allerdings nur Henning Schroeder. „Ich hatte auch die Idee, so etwas hier ins Leben zu rufen, nachdem ich im Internet ein Video aus Schweden gesehen habe. Dann habe ich den Facebook-Beitrag von Gioia da Silva gelesen“, erzählt Henning Schroeder.

Auch Unsportlichesind willkommen

Der Letmather läuft regelmäßig, auch im Volksgarten. „Dort habe ich schon Enten mit Plastikringen um den Schnabel gesehen“, begründet er sein Interesse, die grünen Oasen vor der Haustür möglichst sauber zu halten. Gioia da Silva selbst will sich künftig wieder häufiger die Laufschuhe anziehen, und ab sofort dabei auch für Ordnung sorgen. „Ich liebe mein Iserlohn“, sagt die Altenpflegehilfe-Assistentin. Moises da Silva dagegen stammt aus Brasilien und betreibt Capoeira, bei ihm gehört der Sport zum Alltag.

Ein wenig enttäuscht war das Trio am Samstag schon, dass keine weiteren Mitstreiter am Treffpunkt am Seilersee aufgetaucht sind. Die da Silvas und Henning Schroeder wollen aber nicht aufgeben und es weiter mit dem „Plogging“ versuchen. Denn außer einem Paar Handschuhen und einem Müllbeutel sind eigentlich nur engagierte Mitstreiter erforderlich. „Es muss auch nicht nur gejoggt werden, Walken oder Wandern sind auch möglich“, erklärt Gioia da Silva. Einen festen Termin für die „Plogger“ gibt es nicht, die Treffen sollen aber rechtzeitig auf der Facebook-Seite „Plogging Iserlohn/Hagen“ bekannt gegeben werden.

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