Schillerplatz

Stadt sagt Investorenwettbewerb für Schillerplatz ab

Die Neugestaltung des Schillerplatzes ist das Jahrhundertprojekt für die Iserlohner Innenstadt. Der Investorenwettbewerb ist erst einmal abgesagt.

Die Neugestaltung des Schillerplatzes ist das Jahrhundertprojekt für die Iserlohner Innenstadt. Der Investorenwettbewerb ist erst einmal abgesagt.

Foto: Frank Jungbluth

Iserlohn.   Zu hohe Investitionen, zu geringe Rendite: Verwaltung und Politik glauben nicht mehr, dass sich ein Investor für den ganzen Schillerplatz findet.

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Der für dieses Jahr geplante Investorenwettbewerb zum Bau und zur Entwicklung des Jahrhundertprojektes „Neuer Schillerplatz“ wird abgesagt. Das hat der Aufsichtsrat der Schillerplatz GmbH gemeinsam mit Geschäftsführer Olaf Pestl und Stadtbaurat Thorsten Grote nach einem Werkstattgespräch mit dem Stadtrat am Samstag erklärt. Jetzt soll in Eigenregie geplant und auch gebaut werden. Dafür soll Geld aus Fördertöpfen von Bund und Land beschafft werden. Für das Karstadt-Kaufhaus hofft man weiter auf einen Investor und Entwickler.

„Die Kosten und Risiken wären zu groß, die Renditeerwartung für einen möglichen Investor zu klein, als dass dieser Wettbewerb für den gesamten Schillerplatz nach dem derzeitigen Stand der Dinge zu einem Erfolg werden würde“, sind sowohl Politik und Schillerplatz GmbH als auch die Verwaltung überzeugt.

Trotzdem will die Stadt beim Jahrhundertprojekt Tempo machen. „Es gibt zeitliche Notwendigkeiten, die Brücke vom Schillerplatz zum Rathaus hat bald das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, die Sparkasse wird in Kürze fertig. Wir können das Thema nicht aufschieben, und das ist auch nicht gewollt“, sagt Olaf Pestl, Geschäftsführer der Schillerplatz GmbH.

Für Michael Schmitt (CDU), Vorsitzender des Aufsichtsrates ist klar: „So etwas macht man nur einmal in 100 Jahren, deshalb gehen wir das jetzt an. Der Rat soll noch in der Sitzung im März eine Vorlage bekommen, auf deren Basis wir weiterarbeiten.“

Volker Keitmann, SPD, zweiter Vorsitzender des Aufsichtsrates geht von einer großen Geschlossenheit im Rat aus, das Projekt jetzt in Eigenregie zu planen und umzusetzen. „Es gibt sicher Meinungen, die anders sind, aber ich habe bei allen Fraktionen das Gefühl, dass wir gemeinsam daran arbeiten wollen, diese Zukunftsaufgabe zu lösen.“

Die Planungs-, Entwicklungs- und Baukosten für den neuen Schillerplatz, die Gebäude, die Brücke und die Gründung über den alten Erzgruben liegen insgesamt nach Schätzungen zwischen 50 bis 100 Millionen Euro.

(Ausführliche Berichte am Montag in unserer gedruckten Ausgabe)

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