Politik

Stadt soll fahrradfreundlicher werden

In der Heilig-Geist-Passage soll ein Parkhaus für Fahrräder entstehen.

Foto: Stefan Janke

In der Heilig-Geist-Passage soll ein Parkhaus für Fahrräder entstehen. Foto: Stefan Janke

Iserlohn.   Fortführung des Weges durch das Baarbachtal, dazu einen neues Rad-Parkhaus: Für Ärger sorgte im Verkehrsausschuss einzig das Thema „Schlagloch-App“

Zufriedene Mienen bei den Anwesenden des ADFC, keine Diskussionen, einhelliges Ergebnis bei der Abstimmung: Iserlohn erhält ein Fahrrad-Parkhaus in der Innenstadt, außerdem soll der Radweg durch das Baarbachtal fortgeführt, ein Anschluss zum „RuhrtalRadweg“ hergestellt werden. Die Stadt wurde beauftragt, entsprechende Planungen zu beginnen.

Während das Parkhaus in der Zuständigkeit des Verkehrsausschusses liegt, muss in Sachen Radweg der Planungsausschuss am 24. Mai noch das letzte Wort sprechen. So oder so: Die Politik scheint gewillt, die Stadt ein Stück fahrradfreundlicher zu machen.

Rad-Parkhaus mit Platz für 100 Stellplätze

Das Rad-Parkhaus soll in einer aktuell leerstehenden Immobilie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW), gleich neben deren Geschäftsstelle (Kurt-Schumacher-Ring 5) entstehen. Der Eingang befindet sich an der Heilige-Geist-Straße. In dem 140 Quadratmeter großen Raum soll Platz für 100 Stellplätze sein. Der Zugang durch eine elektronische Schließanlage soll per Chip-Karte oder Handy-SMS erfolgen. Der Raum soll per Video überwacht werden, auch soll es Lademöglichkeiten für Pedelec-Akkus geben. 70 Prozent der Gesamtkosten von rund 30 000 Euro sind förderfähig.

Für die angedachte Fortführung des Radweges durch das Baarbachtal auf dem Osthennenweg muss die Stadt zunächst noch Gespräche mit dem Grundeigentümer führen. Der Radweg stellt eine beliebte Nord-Süd-Verbindung zwischen Innenstadt, Seilersee und Ruhrtal dar. Mit dem vierten und letzten Bauabschnitt zwischen der Eichelberger Straße und dem „RuhrtalRadweg“ soll hier eine bestehende Lücke geschlossen werden. Der Grundeigentümer hat bereits Bereitschaft signalisiert, seine Flächen gegen eine Entschädigung für den Bau von Fuß- und Radweg zur Verfügung zu stellen.

Während es um Rad-Weg und Parkhaus keine Diskussion gab, änderte sich dies schlagartig beim Thema „Schlagloch-App“ und Straßenzustandskataster. Zu Letzterem sagte Manuel Huff (Linke): „Es ist ein Witz, dass wir seit vier Jahren nur hören, dass es nicht läuft.“ Das Kataster wurde bis 2012 vom Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer gepflegt, dann aus personellen Gründen eingestellt und liegt nun in städtischer Zuständigkeit.

Michael Schmitt (CDU) regte an, den Ausschuss regelmäßig in noch festzulegender Form über Schadensstände zu informieren. Baudezernent Mike-Sebastian Janke begrüßte dies, stellte zudem die Aufnahme der Brüninghaus-Kreuzung und der Mendener Straße ins städtische Deckenprogramm für 2018 in Aussicht. In Sachen „App“ wurde nichts neues vermeldet.

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