Bildung

Studienzweiflern eine Hilfestellung geben

Vertreterder Handwerkskammer Südwestfalen, der Kreishandwerkerschaft, des Märkischen Arbeitgeberverbandes und der SIHK zu Hagen stellten jetzt das Projekt „SprungChance“ vor. Foto:Privat

Vertreterder Handwerkskammer Südwestfalen, der Kreishandwerkerschaft, des Märkischen Arbeitgeberverbandes und der SIHK zu Hagen stellten jetzt das Projekt „SprungChance“ vor. Foto:Privat

Iserlohn.  30 Prozent der Bachelor-Studenten brechen vorzeitig ab – ein neues Projekt soll gegensteuern.

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Ende Januar sind in der Agentur für Arbeit Iserlohn Vertreter der Fachhochschule Südwestfalen, der Handwerkskammer Südwestfalen, der Kreishandwerkerschaft MK, des Märkischen Arbeitgeberverbandes und der SIHK zu Hagen zusammengekommen. Hintergrund des Treffens war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung, um Studienzweiflern optimale „SprungChancen“ zu verschaffen.

„Seit geraumer Zeit stellen wir fest, dass eine zunehmende Zahl der Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen ihr Studium nicht mehr erfolgreich beenden, sondern vorzeitig abbrechen“, berichtet Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit. „Nach Auswertung verschiedener Statistiken liegt die Zahl der Studenten, die einen Bachelor-Studiengang an Universitäten vorzeitig beenden, bei über 30 Prozent. In den Fachhochschulen ist dieser statistische Wert etwas niedriger anzusetzen, liegt aber auch noch bei Werten von über 20 Prozent.“

Das Projekt „SprungChance“ setzt hier an und hat das Ziel, zeitnah mit den Studienzweiflern eine notwendige berufliche Neu- oder Umorientierung anzugehen. Die Wahl der Projektüberschrift „SprungChance“ trägt diesem Gedanken Rechnung und bringt zum Ausdruck, dass Betroffene Chancen haben und die Unterstützungsangebote der Kooperationspartner nutzen können.

Das Projekt richtet sich nicht nur an Studierende, die ihren Studienplatz an einer Hochschule im Märkischen Kreis haben, sondern auch an jene, die hier wohnen, aber eine Hochschule außerhalb des Märkischen Kreises besuchen.

Unterstützungsangebote sind individuell und ergebnisoffen

Im Projekt sollen Unterstützungsangebote gemacht werden, die individuell, neutral und ergebnisoffen sind. Dies bedeutet, dass am Ende des Beratungsprozesses eine Entscheidung für: das bisherige Studium, ein alternatives Studium, auch in dualer Form, eine oder eine betriebliche Ausbildung oder eine andere Alternative, wie zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr, Auslandsjahr, Praktikum und dergleichen stehen kann.

Damit ein solcher Entwicklungsprozess planvoll angestoßen werden kann, erörtern die Beratungsfachkräfte der Agentur für Arbeit mit den Ratsuchenden die Standortbestimmung mit der Studiensituation, den Perspektiven und der Fragestellung: Was muss noch investiert werden, um das Ziel zu erreichen? Sie beleuchten zudem persönliche Interessen und Qualifikationen und geben Hinweise zur Informationssuche und -verarbeitung. Sie beraten bei der Zielfindung und der Planung weiterer Schritte, sowie der Erstellung eines individuellen Umsetzungsplans unter gezielter Beteiligung der Kooperationspartner.

Die Begleitung von Studienzweiflern im Rahmen ihrer individuellen beruflichen Neu- und Umorientierung ist eine Gesamtaufgabe aller beteiligten Institutionen. Alle beteiligten Partner pflegen einen intensiven Kontakt zu Arbeitgebern, so dass das Ziel des Arbeitskreises damit die Fachkräftesicherung der Region und Versorgung der am Projekt teilnehmenden Studienabbrecher darstellt.

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