Vereinsgründung

Südstadt-Bürger organisieren sich

Alle Hände gehen hoch: Einstimmigkeit bei der Vereinsgründung. Foto: Oliver Bergmann

Alle Hände gehen hoch: Einstimmigkeit bei der Vereinsgründung. Foto: Oliver Bergmann

Foto: IKZ

Iserlohn.   Der Bürgerverein Iserlohner Südstadt ist gegründet. Er tritt die Nachfolge des Quartiersbüros an, das im Sommer schließt.

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Die heimische Vereinslandschaft ist größer geworden. Als jüngstes Mitglied wurde am Mittwochabend der Bürgerverein Iserlohner Südstadt (BiS) ins Leben gerufen. Zur Gründungsversammlung fanden sich zahlreiche Südstädtler in den Räumen des Quartierbüros an der Peterstraße ein. Dieser Ort war kein Zufall: Der Verein will dort ansetzen, wo das Quartierbüro mit seiner Arbeit aufhört, wenn es im Sommer geschlossen wird, wie Pfarrer Andres Kuhn von der Versöhnungs-Kirchengemeinde unterstrich: „Wir fangen nicht bei null an.“ In zahlreichen themenbezogenen Arbeitsgruppen sollen die Potenziale der Südstadt angepackt und gefördert werden. AGs für Geschichte, Interkultur, Jugend und Sport, für das Frühlingsfest und viele weitere Bereiche existieren bereits, neue können jederzeit hinzu kommen, das hat der BiS in seiner Geschäftsordnung verankert. Ebenso macht er sich für eine Aufwertung des Stadtteil-Images stark.

Menne macht den Vorsitz

Kuhn gehört neben Gudrun Axmacher, Katrin Brenner, Gabriele Bilke, Manfred Schoofs, Mike Jahnke und Christoph Menne, der einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde, zu den sieben Gründungsmitgliedern. Zahlreiche weitere folgten am selben Abend – zum Beispiel Timon Tesche: „Ich bin beigetreten, weil ich die Gemeinschaft in der Südstadt fördern möchte, denn ich denke, dass das Leben reicher wird, wenn man gemeinsam etwas bewegt und Verantwortung übernimmt.“ Tesche ist beruflich in der Jugendarbeit beschäftigt – da lag es nahe, dass er jetzt auch der entsprechenden Arbeitsgemeinschaft im BiS angehört.

Dort wird er unter anderem mit Julian Bahr zusammenarbeiten. Sein Ziel: „Den Stadtteil fördern, ganz klar. Dazu ist es wichtig, eine Körperschaft zu haben, die auch Fördergelder beantragen kann.“

Das Thema Finanzen wird noch nicht besonders groß geschrieben. Zwölf Euro pro Jahr, also gerade einmal einen Euro monatlich, beträgt der Beitrag für das einfache Mitglied, die Vereinskasse wird dadurch eher nicht explodieren, aber das ist auch gar nicht beabsichtigt. „Wichtiger ist uns, dass jeder bei uns unabhängig von seinem Geldbeutel Mitglied werden kann“, erklärte Manfred Schoofs während der Vorstellung der siebten und vorerst letzten Version der Vereinssatzung, die von Gericht und Finanzamt bereits abgesegnet wurde. Großen Wert legt der Bürgerverein auf seine Unabhängigkeit – er ist weder parteipolitischen noch konfessionell gebunden.

Ein Spiegelbild der Südstadt

Christoph Menne, der schon in der Vereinsplanungsgruppe entscheidend mitwirkte, äußerte sich zufrieden mit dieser Stunde Null und freut sich jetzt auf das, was kommt. Er sitzt nicht nur einer stark gemischten Gemeinschaft aus weiblichen und männlichen Mitgliedern aller Altersstufen vor, „wir haben auch eine nette und kompetente Gruppe beisammen“. Davon darf sich wohl auch Gabriele Bilke, die Leiterin des Bereichs Stadtplanung, angesprochen fühlen. „Der Verein hat meine Unterstützung, weil er wichtige Dinge anpackt. Davor habe ich tiefsten Respekt und Hochachtung. Ich bin aus persönlichem Interesse dabei, weil ich seit Jahren am Projekt „Soziale Stadt“ mitarbeite.“

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