Karriere im MK

Tolle Verdienstmöglichkeiten locken

Die Achtklässler der Realschule am Hemberg durften auch das „Riesen-Tablet“, den „Touchtable“ im Info-Truck, ausprobieren.

Die Achtklässler der Realschule am Hemberg durften auch das „Riesen-Tablet“, den „Touchtable“ im Info-Truck, ausprobieren.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Realschüler vom Hemberg bekamen in Info-Truck erste Einblicke in Berufe der Metall-und Elektroindustrie.

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Große Augen bekamen die Achtklässler von der Realschule am Hemberg gestern Morgen im Info-Truck der Metall- und Elektroindus­trie, der dank des Märkischen Arbeitgeberverbandes auf ihrem Schulhof bis heute Station macht.

Der Grund: das Geld, das sie schon während einer Ausbildung bei der Firma Risse + Wilke verdienen können. Rund 980 Euro sind es schon im ersten Lehrjahr, wie Anja Schnapp, zuständig für Personalwesen und Ausbildung bei dem Letmather Unternehmen, den erstaunten Schüler berichtete. Und Mohamed Aljafat, Jannis Kullik und Tom Luft, die drei Azubis von Risse + Wilke, die den Kindern gestern ihre Berufe näherbrachten, erzählten auch gerne, welche Wünsche sie sich vom ersten Verdienst erfüllten: ein Fernseher, ein Auto und die Miete für die erste eigene Wohnung.

Natürlich wurde auch erklärt, wie die Schüler zu einem Ausbildungsplatz kommen können, so zum Beispiel über „Backstage“, das Berufsfelderkundungsprojekt der Stadt Iserlohn, bei dem Risse + Wilke 20 Plätze anbietet. Für Schulpraktika stehen weniger Plätze in dem metallverarbeitenden Unternehmen, dessen insgesamt 456 Mitarbeiter vor allem Teile für die Automobilindustrie produzieren, zur Verfügung. Deswegen wollte der Technik-Lehrer der Achtklässler, Thorsten Woesthoff, mit drei Schülern jetzt direkt Bewerbungen schreiben.

Während im oberen Stock des Info-Trucks neben Videos rund um die Ausbildung der „Touchtable“, ein gigantisches Tablet für bis zu sechs Benutzer gleichzeitig, die Schüler begeisterte, warteten unten sechs Stationen, an denen sie ebenfalls selbst Hand anlegen durften. Bei einer mussten sie beispielsweise einen Schaltplan nachbauen, um einen Motor ans Laufen zu bringen. Damit das nicht zu einfach ist, haben die Verantwortlichen verschiedene Schwierigkeitsstufen eingebaut.

Die Stationen sollen Lust auf einen Ausbildungsberuf wie zum Beispiel Elektroniker, Verfahrenstechnologe, Werkstoffprüfer oder Industriemechaniker machen, die man bei Risse + Wilke erlernen kann. Zu den Aufgaben von letzterem gehört beispielsweise die Instandhaltung und Überwachung der technischen Systeme und die Umrüstung der Produktionsanlagen. Und abgesehen von den Aufstiegsmöglichkeiten, die sich schnell in dem Unternehmen eröffnen, kann sich der Verdienst schon zu Beginn sehen lassen: „Das Einstiegsgehalt nach dreieinhalb Jahren Ausbildung liegt bei 2741 Euro, mit Zulagen sind es sogar über 3000 Euro“, sagte Anja Schnapp und sorgte für noch mehr große Augen bei den Realschülern.

Insgesamt 29 von ihnen nutzten gestern Vormittag die Angebote des Info-Trucks. Anschließend kamen auch noch Gesamtschüler vom Nußberg, um ebenfalls Einblicke in die Metall- und Elektroindustrie zu bekommen. Heute, wenn die Martin-Luther-Hauptschule zu Besuch kommt, begleitet die Firma Blanke, Hersteller von Fliesen-Systemen, den Einsatz des Info-Trucks, der am kommenden Dienstag auch bei „Karriere im MK“ dabei ist.

Nächste Station: Ausbildungs- und Studienbörse in Hemer

Bei „Karriere im MK“ am kommenden Dienstag, 24. September, wird einer der zehn Info-Trucks, die bundesweit unterwegs sind, von 9 bis 18 Uhr vor dem Grohe-Forum in Hemer stehen.

Denn für den Märkischen Arbeitgeberverband (MAV) und seine Mitgliedsbetriebe bietet er die Möglichkeit, zusätzlich zu den Angeboten der Unternehmen an eigenen Ständen den Jugendlichen die Chancen in der Metall- und Elektroindustrie aufzuzeigen.

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