Seniorenbeirat

Tränen statt Schweiß bei Rosemarie Emde

Der stellvertretende Bürgermeister Karsten Meininghaus (re.) und der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Egbert Quaschnik, überreichten Rosemarie Emde die „Goldene Eule“ und ein Blumengesteck.

Foto: Michael May

Der stellvertretende Bürgermeister Karsten Meininghaus (re.) und der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Egbert Quaschnik, überreichten Rosemarie Emde die „Goldene Eule“ und ein Blumengesteck. Foto: Michael May

Iserlohn.   Der Seniorenbeirat hat die 72-Jährige vom TV Griesenbrauck in ihrem „Zuhause“ mit der „Goldenen Eule“ geehrt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wo normalerweise der Schweiß die Körper runterläuft, kullerten am Mittwoch die Tränen – zumindest bei Rosemarie Emde. Die 72-Jährige bekam nämlich in ihrem „Zuhause“ – der Turnhalle des TV Griesenbrauck – von Egbert Quaschnik, Vorsitzender des Seniorenbeirates, und dem stellvertretenen Bürgermeister Karsten Meininghaus die „Goldene Eule 2016“ für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten beim TVG überreicht.

In den vergangenen Monaten hatten alle Iserlohner die Möglichkeit, Vorschläge beim Seniorenbeirat einzureichen, drei sind es am Ende geworden. Ein Gremium aus fünf Mitgliedern hat letztlich entschieden, wer die „Goldene Eule“ bekommen soll.

Wieso die Wahl auf Rosemarie Emde gefallen ist, ist für Egbert Quaschnik ganz einfach: „Sie hat sich seit Jahrzehnten um den Ortsteil und um die Menschen, vor allem die Älteren, gekümmert.“ Ihr ehrenamtliches Engagement gehe weit über die wöchentliche Gymnastikgruppe, an der 25 Frauen im Alter von 60 bis 89 Jahren teilnehmen, hinaus. Sie organisiert Theaterabende, Wanderungen, Ausflüge. Besonders wichtig sei aber vor allem die Geselligkeit, die Rosemarie Emde sehr am Herzen liege, so Quaschnik. Sie habe sich schon immer für ältere Menschen eingesetzt, sich auch für ihre Probleme interessiert. So sei sie in den Jahren zu einem echten Vorbild geworden, nach dem sich jetzt auch der Nachwuchs langsam richtet. Ähnliche Worte fand auch Karsten Meininghaus in seiner Rede.

Seit 38 Jahren aktives Mitglied beim TVG

Die ganzen Lobeshymnen waren für Rosemarie Emde schon fast zu viel: „Eigentlich ist mir so ein Aufwand unangenehm, aber ich habe mich natürlich gefreut.“ Neben den offiziellen Gratulanten hatte nämlich auch der Verein und ihre Hausfrauenriege ein kleines Präsent vorbereitet. „Der Verein ist einfach meine Welt“, sagte Rosemarie Emde – und das schon seit 38 Jahren. So lange ist die Seniorin schon beim TVG dabei, hat Höhen und Tiefen mitgemacht – im Verein und privat. „Und bei privaten Tiefen war der Verein immer für mich da“, sagte sie.

Und so wie der Verein für sie da war, war sie auch immer für den Verein da. Früher hat sie noch an Wettkämpfen teilgenommen, aber man sei schließlich in die Jahre gekommen. Trotzdem ist sie noch jeden Mittwoch in der Halle. Wie so eine Gymnastikeinheit aussehen könnte, hat Quaschnik in einem kurzen, extra verfassten Gedicht festgehalten: „Also geht sie Keulen schwingen, Kreislauf fördernd Seilchen springen, Arme beugen, Reifen drehen, auf den Ballen rückwärts gehen.“ Ganz getreu dem Motto: „Wir werden mittlerweile später alt.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik