Katastrophen

Trockener Wald, aber noch kein Grund zur Sorge

Von einer Brandstiftung gehen Polizei und der Besitzer des Wald

Von einer Brandstiftung gehen Polizei und der Besitzer des Wald

Foto: Michael May

Iserlohn/Sümmern.   Das Risiko eines Brandes ist zurzeit erhöht. Zeugen werden nach dem Feuer am Poths Kreuz noch gesucht.

Noch sucht die Polizei Zeugen nach dem Feuer in einem Waldstück am Poths Kreuz am vergangenen Samstag. Der Besitzer geht, wie berichtet, von Brandstiftung aus.

Doch auch die Gefahr von Feuern, die „nicht absichtlich“ gezündet werden, ist derzeit erhöht. Jörg Döring, Leiter der Feuerwehr, verbreitet aber keine Panik: „Wir haben mit Stufe drei von fünf derzeit ein gesteigertes Risiko, das aber noch nicht besorgniserregend ist.“ Der wenige Regen der vergangenen Wochen verschärfe die „Situation, die wir aus dem letzten Jahr sozusagen mitgenommen haben“. Sieben größere Waldbrände hatten die Feuerwehr 2018 beschäftigt.

Appell an die Vernunftder Waldbesucher

Da die Wälder momentan sehr trocken seien, appelliert Döring, dass Autos nur auf befestigten Wegen und Plätzen bewegt beziehungsweise geparkt werden sollen. Besucher sollten nicht nur darauf verzichten, brennende Kippen achtlos wegzuwerfen, sondern nicht nur mit Blick auf die Brandgefahr keinen Müll und insbesondere Glas in Wäldern abzuladen. Offenes Feuer sollte mit mindestens 100 Metern Abstand zu Baumgruppen gezündet werden.

„Wir orientieren uns am Deutschen Wetterdienst, der für die kommenden Tage ein niedrigeres Risiko ankündigt, jedoch kann es immer wieder zu Waldbränden kommen“, unterstreicht Döring. Die Forderung von Kollegen aus Nordrhein-Westfalen nach Lösch-Flugzeugen oder -Hubschraubern möchte er nicht direkt unterschreiben. Es sei eine Frage der Kosten und des Personals, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf in Iserlohn stehe. Um Schadenslagen aus der Luft zu beurteilen, arbeite die Feuerwehr gut und eng mit der Polizei zusammen.

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