Umwelt

Umgefallener Baum versperrt Weg zum Danzturm

Stadtförsterin Julia Borghoff steht vor dem dicken Baum, der den Wanderweg vom Literaturhotel in Richtung Danzturm versperrt.

Stadtförsterin Julia Borghoff steht vor dem dicken Baum, der den Wanderweg vom Literaturhotel in Richtung Danzturm versperrt.

Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

Iserlohn.   Sturmtief Eberhard hat in den Iserlohner Wäldern Schäden angerichtet. Die Räumung der Wanderwege dauert noch an.

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Wanderer auf dem Weg zum Danzturm müssen dieser Tage aufpassen. Der Sturm Eberhard hat auf dem Wanderweg vom Parkplatz in der Nähe des Literaturhotels Franzosenhohl einen großen Baum zu Fall gebracht. Und das ist kein Einzelfall. Stadtförsterin Julia Borghoff ist immer noch mit den Schäden des Sturmes beschäftigt. Das Beseitigen umgefallener Bäume auf manchen Wanderwegen werde noch ein paar Tage dauern, sagt sie.

Für den Baumstamm am Wanderweg in der Nähe des Parkplatzes schätzt Julia Borghoff, dass er schon in dieser Woche weichen werde. Seit dem Sturmtief Eberhard in der vergangenen Woche sind die Stadtbetriebe mit dem Aufräumen beschäftigt. „Das nimmt mehr Zeit in Anspruch als wir dachten“, sagt die Stadtförsterin. Ein Waldweg nehme manchmal einen ganzen Arbeitstag in Anspruch.

Die Schäden von Sturmtief „Friederike“ seien im vergangenen Jahr aber deutlich stärker gewesen. „Das kann man nicht vergleichen“, sagt sie. Die Zerstörungen durch das Sturmtief seien heute noch nicht vollständig entfernt. Teilweise habe es Überschneidungen der von Eberhard und Friederike betroffenen Gebiete gegeben. Aber auch den Borkenkäfern hat der Stadtwald noch zu verkraften, obwohl das „Schmuddelwetter“ für den Schädling nicht optimal ist. „Wenn es mal kalt ist, und dann ein bisschen wärmer, ist das schlecht für den Borkenkäfer“, erklärt Julia Borghoff.

Sturm hatte durch umgewehte Bäume mehr Angriffsfläche

Den Iserlohner Norden habe der Sturm aber deutlicher getroffen. Das kann auch Jörg Dommermuth, als Regionalförster unter anderem für die Privatwälder in Hennen zuständig, bestätigen. „Das ganze letzte Jahr war extrem schlimm, und zusätzlich kam dann noch Eberhard“, beschreibt er die Lage. Durch umgewehte Bäume habe der Sturm eine größere Angriffsfläche nutzen können. Einen Gesamtüberblick über die Schäden hat sich der Regionalförster noch nicht schaffen können. Die Waldbesitzer seien nun mit Räumarbeiten beschäftigt. Allgemein gelte: „Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr“, so Dommermuth.

Das Sturmtief dürfte ebenso zu den fallenden Holzpreisen beitragen. Nach Friederike sind, so Stadtförsterin Julia Borghoff, die Preise um die Hälfte gefallen. Ob die Tendenz sich noch weiter verschlimmert, müsse man sehen. Jörg Dommermuth sagt: „Für die Waldbesitzer ist das eine Katastrophe.“

Im Vergleich glimpflich weggekommen sind die Privatwälder im Bereich des Forstbetriebsbezirks Iserlohn, das Teile von Iserlohn und Hemer abdeckt. Der zuständige Förster Sebastian Blanke: „Alle Forstwirtschaftswege sind freigeräumt.“ Ob dies aber für alle Trampelpfade und Kleinstwanderwege zutreffe, könne er nicht garantieren.

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