Villa Kunterbunt

Umzug ist erst in den Herbstferien möglich

In der vergangenen Woche wurden die Drainage-Leitung und die Gebäudeabdichtung freigelegt, um die vermuteten Ursachen für den im Dezember 2019 aufgetretenen Wasserschaden zu verifizieren.

In der vergangenen Woche wurden die Drainage-Leitung und die Gebäudeabdichtung freigelegt, um die vermuteten Ursachen für den im Dezember 2019 aufgetretenen Wasserschaden zu verifizieren.

Foto: Torsten Lehmann / IKZ

Sümmern.  An der Grundschule Sümmern: ist der Fertigstellungstermin des Anbaus für die „Villa Kunterbunt“ erneut verschoben worden.

Auch in den ersten beiden Monaten des kommenden Schuljahres wird in der „Villa Kunterbunt“, dem Offenen Ganztagsbereich der Grundschule Sümmern, bei der Unterbringung und Betreuung der rund 240 Kinder weiter improvisiert werden müssen.

Wie KIM-Chefin Claudia Zawada jetzt offiziell bestätigte, wurde der Fertigstellungstermin für den rückwärtigen Anbau an die Schule von dem externen Architekturbüro, das das Projekt betreut, ein weiteres Mal verschoben: vom 28. Juli auf Mitte August, also eigentlich nur um knapp drei Wochen. Allerdings kann der Umzug in die neuen Räumlichkeiten bekanntermaßen nur in den Schulferien erfolgen, wie die „Villa“-Leiterin Jana Sallmon deutlich gemacht hatte. Denn zum einen werden die Möbel mitgenommen aus dem derzeit von der OGS genutzten Pavillon sowie aus den Mietcontainern, mit denen seit dem Frühjahr 2018 versucht wird, der Raumnot Herr zu werden. Und zum anderen müssen die neuen Räume von den „Villa“-Mitarbeitern dann erst noch eingerichtet werden, wofür zusammen mit dem Umzug mindestens eine, eher zwei Wochen benötigt werden. Beides ist aber schlechterdings nicht möglich, wenn das Team zugleich in den alten Räumlichkeiten die Kinder betreuen muss (wir berichteten).

Eineinhalb Jahre später als ursprünglich einmal geplant

Deswegen soll es nun in den Herbstferien so weit sein, und damit eineinhalb Jahre später als ursprünglich geplant. Immerhin hat das den Vorteil, dass es so noch einen achtwöchigen Puffer für die Fertigstellung gebe. Denn auch den Termin Mitte August findet Claudia Zawada „bedenklich“ mit Blick auf die bisherigen Verzögerungen bei dem 2,5-Millionen-Euro-Projekt, das sie daher weiterhin „sehr kritisch“ begleiten werde. „Wir wollen so schnell wie möglich fertig werden, damit die Kinder den Bedürfnissen entsprechende Räumlichkeiten bekommen.“ Zuletzt habe aber beispielsweise eine „Freimeldung“, also die Erledigung beanstandeter Baumängel, verschoben werden müssen: Der von dem externen Büro eingeschaltete Gutachter, der nach dem im Dezember 2019 aufgetretenen Wasserschaden die Raumluft nun auf Sporen untersuchen sollte, konnte nach eigenem Bekunden nicht mit den Messungen beginnen, da noch nicht alle notwendigen Vorarbeiten erbracht worden wären. Auch die Gutachterin, die von der Stadt nach dem Schaden eingeschaltet worden war, wird erst in dieser Woche überprüfen können, ob die nach ihren Stichproben vermuteten Ursachen – eine nicht korrekt verlegte Drainage-Leitung und eine schadhafte Gebäudeabdichtung – tatsächlich dafür gesorgt hatten, dass das Wasser an den Außen- und einigen Innenwänden des Neubaus bis zu 40 Zentimeter hoch gekrochen war.

Bevor sie einen Blick auf die in der vergangenen Woche freigelegten Bereiche werfen konnte, hatte man diese wegen des für das Wochenende befürchteten Starkregenereignisses (das glücklicherweise doch nicht eintrat) erst sichern müssen. Wobei sich laut Claudia Zawada bei der Drainage-Leitung durch Messungen schon gezeigt habe, dass sie nicht richtig im Boden lag, weswegen die beauftragten Tiefbauer bereits mit der Beseitigung des Problems begonnen haben.

Einzig erfreulich sei bislang, dass – zumindest Stand jetzt – nicht auch noch überplanmäßige Mittel zur Fertigstellung benötigt würden. „Wir machen auch keinen Schritt mehr ohne juristische Begleitung“, verdeutlicht die KIM-Chefin, dass der Austausch mit dem externen Büro, das einst zur Entlastung mit der Bauleitung beauftragt worden war, stets in Absprache mit der Rechtsabteilung der Stadt erfolge.

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