Schulisches

Veggie-Tage für Europas Schulen

Von n ihren internationalen Begegnungen berichteten Stenner-Gymnasiasten und ihre Lehrkräfte Kathrin Krenczer und Wolfgang Akewitz, Erasmusprojekt

Von n ihren internationalen Begegnungen berichteten Stenner-Gymnasiasten und ihre Lehrkräfte Kathrin Krenczer und Wolfgang Akewitz, Erasmusprojekt

Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.  Europäische Essgewohnheiten und Konsummuster standen im Fokus des interkulturellen Schüleraustauschprogramm für 24 Stenner-Gymnasiasten.

„Wir essen heutzutage nicht mehr so gesund, gehen gerne in Fast-Food-Restaurants“, weiß Stenner-Gymnasiastin Mia (16). „Wir gehen in den Pausen mal schnell in die Stadt und holen uns was aus den Imbissbetrieben, zum Beispiel beim Chinesen“, erzählt Mitschüler Robbie (17). „Vom Taschengeld kaufen wir uns oft Snacks“, berichtet Dina (17). „Die sättigen, weil sie fett und zuckerhaltig sind.“

Mit Lieblingsessen, Essgewohnheiten und Esskultur in europäischen Ländern befassten sie sich im Rahmen des internationalen „ErasmusPlus“-Schüleraustausch-Projektes. 24 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums an der Stenner nahmen an dem Projekt des Pädagogischen Austauschdienstes teil und berichteten im Beisein ihres Schulleiters Stefan Schmoldt von ihren Erfahrungen, die sie mit den Besuchen in Lissabon (Portugal), Nizza (Frankreich), Dublin (Irland) und Stockholm (Schweden) gemacht haben. Im Mittelpunkt des Schüleraustauschprogramms standen regionale, nationale und internationale Speisen und Esskulturen vor dem Hintergrund der europäischen Integration. Sie beschäftigten sich auch mit dem Themen Essen in Sprache, Literatur und Kunst, sowie ethischen und wirtschaftlichen Aspekten der Nahrungsmittelproduktion und Ernährung. Von ihren interkulturellen Erfahrungen in den Familien und internationalen Arbeitsgruppen, in denen sie auf Englisch miteinander kommunizierten, berichteten sie jetzt. Begleitet wurden sie vom Stenner-Lehrer-Team Wolfgang Alkewitz, Kathrin Krenczer, Stefan Bach, Moritz Berkemeier, Katja Jordan, Katrin Pfefferkuch, Andreas Sager und Gianna Verfürth.

Einige Trends sind inEuropa weit verbreitet

Lebensmittel werden oft unnötig verpackt, kritisiert David (17). Er lobt Supermärkte, in denen lose Lebensmittel angeboten werden, sogenannte Unverpackt-Läden. Alex (17) berichtet, „dass gesundes Essen eher für Reiche erschwinglich ist, biologisches Essen ist überall teuer.“ Dieser Trend sei in vielen europäischen Ländern anzutreffen.

In Irland gab es Lunchpakete mit Weißbrot, viel Butter, Schokoriegeln und Chipstüten. In Frankreich lag der Fokus auf Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit und Bulimie. Die Gymnasiasten waren sich einig: Das Essen soll nachhaltiger werden, in Schulen soll mehr veganes und vegetarisches Essen eingeführt werden. Pfandsysteme und Recycling für die Schulen wünschen sich die Teilnehmer des seit 2017 gestarteten Erasmus-Projektes.

Dazu verfassten sie jetzt auch einen Brief an die Europäische Union – nicht von ungefähr, denn das zweijährige Austauschprojekt wird von der Europäischen Kommission gefördert. Darin formulierten sie gemeinsam mit ihren Projektpartnern in den beteiligten Ländern ihre Wünsche und Zukunftsvision „Food on Europe’s Tables“, was sich in Zukunft ändern müsse: Die Gymnasiasten wünschen sich weniger Pestizide in der Landwirtschaft und mehr regionale Produkte.

Außerdem schlagen sie die die Einführung von „Veggie-Days“ an Schulen vor. Importprodukte sollen höher besteuert werden, damit die Kunden eher regionale Produkte kaufen.

Daran anknüpfend geben die Austausch-Schüler die Themen für die nächste Projektphase vor: Nachhaltigkeit und Ressourcen-Schutz. Die Gymnasiasten stellten ihre Ergebnisse auch beim Tag der offenen Tür, am Gesundheitstag und in den achten Klassen ihrer Schule vor, wo sie neben Fotos- und Texttafeln auch vor Ort gemachten Filme zeigten.

Ergebnisse sind in Buchform und im Internet veröffentlicht

Die Ergebnisse dieses „Erasmus-Plus-Projektes“ werden auch in einem Buch veröffentlicht, das an Büchereien und Europaabgeordnete gehen soll. Auf der Schul-Homepage des Gymnasiums an der Stenner veröffentlichten sie ihre Erfahrungen unter http://stenner.Schule. Weitere Ergebnisse sind nachzulesen unter https://foodoneuropestables.weekly.com

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