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Vermarktung als „Sport- und Eventbad“ trägt Früchte

I-95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte (v. re.) erläutert Fabian Tigges, Benjamin Korte und Michal Wojtek die Badtechnik.

I-95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte (v. re.) erläutert Fabian Tigges, Benjamin Korte und Michal Wojtek die Badtechnik.

Foto: Michael May

Iserlohn.  I-95-Verantwortliche berichten der CDU-Fraktion von positiven Entwicklungen rund um das Heidebad.

„Das Modell, das Vereine Freibäder führen, nimmt bundesweit zu“: Das sagte I-95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte am Montagabend bei einem Besuch der CDU-Fraktion im Heidebad. Damit wollte Brinkschulte wohl zum Ausdruck bringen, dass das Modell, was ja in Iserlohn seit eh und je praktiziert wird, der richtige Weg ist. Er brachte aber auch zum Ausdruck, dass dieses Modell nur mit einer Finanzspritze funktionieren könne, in Iserlohn kommt sie von der Stadt. Denn ein Freibad könne praktisch nie wirtschaftlich betrieben werden. Bewährt habe sich das seit 2010 praktizierte Verfahren, dass die Stadt nicht mehr automatisch das in einer Saison entstandene Defizit ausgleicht, sondern sowohl I 95 als auch ISSV (Schleddenhof) ein festes Budget zuweist. Das habe sicher zu einem sensibleren Umgang mit den Finanzen geführt, so Brinkschulte.

Der I-95-Geschäftsführer berichtete von ständigen Investitionen in die Badtechnik, auch in den kommenden Jahren müsse das fortgeführt werden. Das diene nicht nur der Wasserqualität, sondern senke auch den Energieverbrauch. Lag der Jahresbedarf beim Strom 2017 noch bei 120.000 Kilowattstunden, sollen es 2020 unter 20.000 Kilowattstunden sein. Sparsamere Pumpen machen das beispielsweise auf der einen Seite möglich, auf der anderen Seite soll eine geplante Photovoltaikanlage künftig mehr als 70 Prozent des Strombedarfs decken.

Mitgliederzahl ist auf 1300 angestiegen

In Sachen Mitgliederentwicklung konnte Ralf Brinkschulte Erfreuliches berichten: War die Zahl 2015 auf 955 gesunken, zählt der Schwimmverein aktuell wieder 1300 Mitglieder. Und die Besucherzahl für die am 15. September endende Freibadsaison dürfte ebenfalls gut im Soll sein. Waren es im Rekordsommer 2018 rund 45.500 Besucher, wurden 2019 bislang 41.505 Besucher gezählt. Das kann sich sehen lassen. Am 30. Juni passierten allein 3808 Besucher die Freibadtore.

Eine positive Bilanz zog auch der Sportliche Leiter Jürgen Kniese. Eindeutig bewährt habe sich die gemeinsam mit dem ISSV gegründete Startgemeinschaft Wassersport Iserlohn (SGWI). Aktuell habe man die beste Saison seit der Gründung erlebt. Hier ragt der Aufstieg der 1. Wasserballmannschaft in die 2. Bundesliga heraus. Eine positive Entwicklung gebe es auch im Schwimmsport.

Als insgesamt unbefriedigend werden hingegen die zur Verfügung stehenden Hallenzeiten bewertet, die insbesondere im Winterhalbjahr von großer Bedeutung seien. Das Angebot im Seilerseebad sei beschränkt, und die Kleinschwimmhallen stünden wegen häufigerer Reparaturen nicht immer zur Verfügung. Bei Kursen für Schwimm­anfänger, so Marion Christophery, könnten daher die Angebote die Nachfrage nicht decken. Dabei würden verstärkt auch Erwachsene solche Kurse nachfragen. Erfolgreich sei der Bereich Aqua-Jogging/Aqua-Zumba mit allein 400 Teilnehmern.

Am 15. September Abschwimmen mit „Virgin“

Für die insgesamt erfolgreiche Entwicklung sieht Ralf Brinkschulte auch die seit 2012 erfolgte Vermarktung des Heidebades als „Sport- und Eventbad“ mitverantwortlich. Das habe eindeutig Früchte getragen. Und zwei Events stehen aktuell auch noch aus. So wird am Sonntag, 15. September, zum „Abschwimmen“ eingeladen. Von 10 bis 12 Uhr lockt dann ein Frühstück, von 13 bis 15 Uhr spielt die Gruppe „Virgin“. Und am 22. September öffnet das Heidebad von 10 bis 18 Uhr dann nochmals zum 3. Iserlohner Hundeschwimmen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Fabian Tigges fand lobende Worte für die dargestellten Aktivitäten. Und auf Nachfrage versicherte er, dass die Iserlohner Freibäder weiter auf die finanzielle Unterstützung durch die Stadt setzen könnten, jedenfalls wenn es nach der CDU gehe.

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