Gesundheit

Vermehrt Erkrankungen in Altenheimen

Wegen vermehrter Durchfallerkrankungen im Seniorenzentrum Wadlstadt tragen Besucher und Mitarbeiter wie Mahmoud Alsaleh vom Bundesfreiwilligendienst Handschuhe und Schutzmasken.

Foto: Cornelia Merkel

Wegen vermehrter Durchfallerkrankungen im Seniorenzentrum Wadlstadt tragen Besucher und Mitarbeiter wie Mahmoud Alsaleh vom Bundesfreiwilligendienst Handschuhe und Schutzmasken. Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.   Das Gesundheitsamt rät zu besonderer Hygiene, weil vermehrt Durchfallerkrankungen auftreten. Deshalb gibt es Masken und Handschuhe für Besucher und Mitarbeiter im Seniorenzentrum Waldstadt.

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Nicht nur im Seniorenzen­trum Waldstadt (wir berichteten), auch im Tersteegenhaus hat es jetzt vermehrt Fälle von Brechdurchfällen gegeben. Das bestätigte eine Mitarbeiterin auf Anfrage: Ein Wohnbereich und mehrere Mitarbeiterinnen sollen betroffen gewesen sein, war am Mittwoch zu erfahren.

Wie Ursula Erkens, Sprecherin des Märkischen Kreises erklärte, sei das Gesundheitsamt bereits am Freitag darüber informiert worden. Ob es sich um Norovirus handelt, sei nicht abschließend geklärt. Der Nachweis sei nur durch Stuhlproben zu erbringen, Ergebnisse gibt es noch nicht.

Bereits am Freitag seien im Seniorenzentrum Waldstadt sofort Hygienemaßnahmen und Hinweise für die Besucher veranlasst worden. Im Eingangsbereich wurden dazu Informationen ausgehängt: „Infektionsgefahr! Vermehrte Durchfallerkrankungen. Bitte beim Begehen und Verlassen die Hände desinfizieren.“ Neben Handschuhen und Schutzmasken gibt es Desinfektionsmittel. Das Restaurant bleibt geschlossen. Veranstaltungen wie das Neujahrsbingo fallen aus. Nach dem Einsatz über Weihnachten, bei dem auch die leitende Notärztin des Märkischen Kreises hinzugerufen worden war, seien keine weiteren Erkrankungen gemeldet worden.

Generell rät das Gesundheitsamt zu besonderer Hygiene. „Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen“, sagt Ursula Erkens. Die Ansteckung erfolge weniger über das Essen, sondern zumeist über Schmierinfektionen in Sanitärbereichen und bei Körperkontakten. „Das Pflegepersonal muss neben Hand-Desinfektionen mit speziellen Desinfektionsmitteln Mundschutz bei Pflegemaßnahmen tragen, damit sie keine Aerosole aufnehmen, wenn ein Patient erbricht.“ Betroffene Senioren müssen viel trinken, damit sie nicht austrocknen.

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